Die Angst zu handeln hat in uns sehr oft weniger mit der Angst zu tun, uns nicht weiterzuentwickeln, als mit der Angst, einen Fehler zu machen. In Sitzungen mit Klientinnen und Klienten stellt sich beim Nachfragen, warum jemand nicht ins Handeln kommt, häufig heraus: Der Mensch fürchtet, das Falsche zu tun. Und diese Angst bindet ihm buchstäblich Hände und Füße. Deshalb sprechen wir heute, wenn wir die Angst zu handeln auseinandernehmen, über die Misserfolge, die uns so schrecken.
Wir neigen oft zu dem Gedanken, ein Fehler sei etwas Negatives – und diese Überzeugung hält uns ziemlich häufig davon ab, weiterzugehen. Versuchen wir heute, diese Einstellung zu ändern, indem wir drei positive Einstellungen zu Fehlern und Misserfolgen in unser Bewusstsein holen.
„Der Tapfere ist nicht der, der keine Angst empfindet, sondern der, der diese Angst besiegt“
Nelson Mandela.

Erste Einstellung: Sie sind nicht der Einzige, der Fehler macht!
Der Gedanke, Sie seien der Einzige, der etwas falsch macht und Fehler begeht, bremst jede Bewegung am stärksten. Die Angst zu handeln redet uns ein, wir seien mit unserem Pech allein und wer scheitert, sei eben ein Pechvogel fürs ganze Leben. Doch das stimmt überhaupt nicht – jeder Mensch macht im Leben Fehler!
Der Unterschied zwischen erfolgreichen und erfolglosen Menschen liegt nicht darin, dass der eine gescheitert ist und der andere nicht. Das ist ein Irrtum. Alle machen Fehler. Eine der wichtigsten Eigenschaften erfolgreicher Menschen ist jedoch, dass sie ihre Ängste überwinden, indem sie etwas riskieren und aus Fehlern lernen. Das gehört zur menschlichen Erfahrung. Sie sind bei Weitem nicht der Einzige, der die Angst vor dem Scheitern erlebt. Und Sie haben alles, um mit dieser Angst fertigzuwerden.
Zweite Einstellung: Hören Sie auf, die Zukunft vorherzusagen!
Selbst wenn Sie etwas „perfekt“ machen, kann Ihnen ein Misserfolg trotzdem begegnen. Ich bin sicher, jeder erinnert sich jetzt an einen Fall aus dem eigenen Leben, in dem er die richtigste und abgewogenste Entscheidung zu treffen glaubte – und alles kam ganz anders. Sie können die Zukunft nicht vorhersagen. Sie können nur die vernünftigste Entscheidung treffen, ausgehend von den Informationen, die Sie in diesem Moment haben. Sie können die Zukunft weder kontrollieren noch vorhersagen, also lassen Sie sich von der Angst nicht davon abhalten, es zu versuchen. Sie können sagen: «Und was, wenn ich scheitere?»
Aber Sie können ebenso gut sagen: „Und was, wenn ich Erfolg habe?“
Dritte Einstellung: Ein Misserfolg ist die Chance, Fachmann zu werden!
Versuchen Sie, die Angst vor dem Scheitern durch folgende Einstellung zu ersetzen: Wenn ich etwas auf eine Weise gemacht habe und es hat nicht funktioniert, dann muss ich einen anderen Weg probieren. Funktioniert dieser Weg nicht, probiere ich den nächsten.
Probieren Sie hundert verschiedene Wege. Probieren Sie zweihundert verschiedene Wege. Indem Sie etwas anders machen, gewinnen Sie eine riesige Menge neuer Informationen, die sich in Ihrem Bewusstsein ansammeln. Statt sich vor dem Handeln zu fürchten, werden Sie darin zum Fachmann.
Ein Misserfolg ist die Chance, Fachmann zu werden – und nicht Opfer. Ursache und Wirkung am eigenen Leib zu erleben, ist schließlich normal; wie gelähmt vor Angst vor dem Scheitern dazusitzen, ist es nicht. Lassen Sie Ihre Angst nicht die Oberhand gewinnen – probieren Sie einfach etwas Neues.
Handeln Sie!
Sie möchten endlich ins Handeln kommen? Sie brauchen eine Gruppe, die Sie trägt? Dann kommen Sie zu uns in den Klub „Freuds Erbe“!








