SMART-Ziele – und was steckt dahinter?

SMART-Ziele – und was steckt dahinter?

Also, sprechen wir über Ziele. Genauer: über das System, sie richtig zu formulieren – SMART. Sind das einfach nur clevere Ziele, weil „smart“ clever heißt, oder steckt hinter dem Wort mehr?
Das ist nicht einfach ein Wort, das ist eine Abkürzung.
S-pecific (konkret)
M-easurable (messbar)
A-ttainable (erreichbar)
R-ealistic (realistisch)
T-imely (zeitlich begrenzt)

SMART – so funktioniert es

Wer im Internet nach SMART-Zielen sucht, bekommt von Google 260 Mio. Treffer. Und warum? Ganz einfach: weil es funktioniert.

Indem wir unsere Ziele in bestimmte Bestandteile zerlegen, machen wir sie konkret und helfen uns sozusagen selbst dabei, sie zu erreichen. Wir bringen unser Gehirn dazu, nach Möglichkeiten zu suchen, wie sie erreichbar werden. Und noch eine Bedingung für SMART-Ziele: Es sind Maximalziele, die auf drei Jahre angelegt sind – sonst sinkt die Motivation und wir rutschen einfach in die Kategorie der Träumer.

Also, von den Worten zur Praxis. Wie soll ein Ziel aussehen?

Konkret: Ein konkretes Ziel hat weit bessere Chancen, verwirklicht zu werden, als ein allgemeines.

Um ein konkretes Ziel zu setzen, müssen Sie sechs Fragen beantworten:

  • Wer: Wer ist an diesem Prozess beteiligt?
  • Was: Was möchte ich erreichen?
  • Wo: Bestimmen Sie den Ort.
  • Wann: Setzen Sie einen Zeitrahmen.
  • Was: Anforderungen und Einschränkungen bestimmen.
  • Warum: konkrete Gründe, Zweck oder Nutzen der Zielerreichung.

Beispiel

Ein allgemeines Ziel wäre: „Ich will reich sein“.

Ein konkretes Ziel dagegen: „Ich will viel Geld verdienen“.

Messbar – legen Sie konkrete Kriterien fest, um den Fortschritt bei jedem Ihrer Ziele zu messen.Wenn Sie Ihren Fortschritt messen, bleiben Sie auf Kurs, halten die gesetzten Termine ein und erleben jene freudige Erregung über das Erreichte, die Sie zu den weiteren Anstrengungen antreibt, die für Ihr Ziel nötig sind.

Um festzustellen, ob Ihr Ziel messbar ist, stellen Sie Fragen wie:

  • Wie viel denn?
  • Und wie viele waren es?
  • Woran erkenne ich, dass es so weit ist?
  • Präzisieren wir unser Ziel: „Ich will 5.000 Euro im Monat verdienen“

Erreichbar – wenn Sie die Ziele bestimmen, die Ihnen am wichtigsten sind, beginnen Sie zu verstehen, wie Sie sie Wirklichkeit werden lassen. Sie entwickeln die Einstellung, die Fähigkeiten, die Fertigkeiten und die finanziellen Möglichkeiten, um sie zu erreichen. Sie beginnen, zuvor übersehene Gelegenheiten zu sehen, die Sie Ihren Zielen näherbringen. Sie können praktisch jedes gesetzte Ziel erreichen, wenn Sie Ihre Schritte klug planen und einen Zeitrahmen setzen, der Ihnen erlaubt, diese Schritte auch zu gehen.

Ziele, die vielleicht fern und unerreichbar schienen, rücken am Ende näher und werden erreichbar – nicht weil Ihre Ziele kleiner werden, sondern weil Sie wachsen und sich weiten, um ihnen zu entsprechen. Während Sie Ihre Ziele auflisten, bauen Sie an Ihrem Selbstbild.

Sie sehen sich dieser Ziele würdig und entwickeln in sich jene Charakterzüge, die es Ihnen erlauben, sie auch zu haben.

Also

„Ich will mindestens 5.000 Euro im Monat verdienen und dafür den Arbeitsplatz wechseln“.

Realistisch – um realistisch zu sein, muss ein Ziel eines sein, auf das Sie zugehen wollen und an dem Sie arbeiten können. Ein Ziel kann zugleich hoch und realistisch sein; nur Sie selbst können entscheiden, wie hoch Ihr Ziel sein soll. Achten Sie aber darauf, dass jedes Ziel einen spürbaren Fortschritt bedeutet.

Ein hohes Ziel ist oft leichter zu erreichen als ein niedriges, weil ein niedriges Ziel wenig Motivationskraft hat. Manche der schwierigsten Aufgaben, die Sie je erledigt haben, kommen Ihnen im Rückblick leicht vor – einfach weil sie eine Herzensangelegenheit waren.

Unser Ziel: „Ich will mindestens 5.000 Euro im Monat verdienen, den Arbeitsplatz wechseln und mein an der Kunsthochschule erworbenes Wissen einsetzen“.

Zeitlich begrenzt – ein Ziel muss in einer festgelegten Frist verwirklicht werden. Ohne Zeitrahmen fehlt dem Ziel jedes Gefühl von Dringlichkeit.

Wenn Sie 10 Kilogramm abnehmen wollen, müssen Sie wissen, bis wann Sie sie loswerden wollen. „Irgendwann“ funktioniert nicht. Binden Sie das Ziel aber an einen bestimmten Zeitraum – „bis zum 1. Mai“ –, dann setzen Sie Ihr Unterbewusstsein in Bewegung, damit es an dem Ziel zu arbeiten beginnt. Ihr Ziel ist wahrscheinlich realistisch, wenn Sie wirklich glauben, dass es erreichbar ist.

Weitere Wege, herauszufinden, ob Ihr Ziel realistisch ist: Prüfen Sie, ob Sie in der Vergangenheit schon einmal etwas Ähnliches erreicht haben, oder fragen Sie sich, welche Bedingungen gegeben sein müssten, um dieses Ziel zu erreichen.

Unser Ziel: „Ich will ab Jänner 2022 mindestens 5.000 Euro im Monat verdienen, den Arbeitsplatz wechseln und mein an der Kunsthochschule erworbenes Wissen einsetzen“. Unser Ziel ist durchaus realistisch – und eine meiner Klientinnen hat es erreicht: Sie hat den Beruf gewechselt, sich ihrer Lieblingssache zugewandt und ist darin richtig gut geworden. Heute verdient sie mehr als 10.000 Euro im Monat.

Wichtig ist: Das Ziel muss für Sie realistisch sein. Schauen Sie sich um, schätzen Sie die Lage ein und los! Und ja, nicht vergessen: Sie müssen auch die Schritte aufschreiben, die Sie zu diesem Ziel führen. Das Wort TUN ist beim Erreichen eines Ziels sehr wichtig! Es ist wichtig, das Ziel zu bestimmen – aber noch viel wichtiger ist es, darauf zuzugehen!)