Männliche Manipulation: die Masche mit der EMOTIONALITÄT

Männliche Manipulation: die Masche mit der EMOTIONALITÄT

Auf Wunsch der Frauen nehmen wir weiter die MÄNNLICHEN MANIPULATIONEN auseinander – die weiblichen Beispiele haben wir ja schon durch. Beim letzten Treffen haben wir drei Beispiele besprochen: die Frau an ihr Alter erinnern, auf ihr Verständnis der eigenen sozialen Rolle als Frau drücken. Und Manipulation Nr. 3: auf die EMOTIONALITÄT drücken.

Zur Erinnerung: Diese Liste stellen wir gemeinsam zusammen – bei den Treffen und in den Kommentaren. Damit wir die Manipulationen aufdecken, sie durch Absprachen ersetzen und BEZIEHUNG BAUEN.

Die Vorstellung, Frauen seien emotionaler, ist noch nicht abgeschafft. Mehr noch: An „diesen Tagen“ können sie sehr emotional sein. Und das lässt sich doch ausnutzen, oder?

Zum Beispiel, indem man auf ihre körperlichen Besonderheiten zeigt, sie damit entwertet oder sie einfach abtut. Kurz: den Moment des Hormonschubs nutzen, genau dorthin schlagen, ein Gefühl von Verwirrung oder Minderwertigkeit auslösen – und sich sofort zurückziehen. Oder ihr „den Kopf zermartern“. Zum Beispiel, indem man ihr geradeheraus sagt:

„Hast du deine Tage?“
„Du bist zu empfindlich und nimmst alles viel zu emotional. Ich rede weiter, wenn du dich beruhigt hast.“
„Jetzt ist nicht der richtige Moment“ – und mit besorgter Miene ins andere Zimmer verschwinden

Diese Taktik hat noch einen anderen Namen: „PASSIVE AGGRESSION“. Den Begriff verwendete zum ersten Mal der amerikanische Mediziner William Menninger im Zweiten Weltkrieg. Er beschrieb damit, was er bei Soldaten beobachtete: den indirekten Ausdruck von Wut. Ihren Stress aus den Kampfhandlungen zeigten sie nicht offen, sondern äußerten ihn in Gekränktsein, Sturheit, in der Weigerung, Befehle auszuführen, und in insgesamt schlechter Dienstleistung. Kurz gesagt: SABOTAGE. Ein passiver Aggressor wird nicht grob, hebt die Stimme nicht, fängt selbst keinen Streit an und geht der offenen Konfrontation aus dem Weg. Aber danach bleibt ein Bodensatz zurück … Eine ziemlich hinterhältige Taktik …

Heute ist kein Krieg – und doch heißt es im Lied: „Bei dir ist es wie im Krieg.“

Агата Кристи - Как на войне

Heute tobt in den verbreiteten NEUROTISCHEN, CO-ABHÄNGIGEN BEZIEHUNGEN ein ständiger Machtkampf zwischen den Partnern. Berry und Janae Weinhold nennen in ihrem Buch „Befreiung von Co-Abhängigkeit“ folgende Beispiele für diesen Machtkampf:

ETIKETTEN AUFKLEBEN

Sie nennen das Verhalten Ihres Partners kindisch, neurotisch oder co-abhängig. Das ist die übliche Art, jene Fragen zu vernebeln, bei denen Sie sich selbst unsicher fühlen.

FLUCHT

Sie verhindert jede Lösung des Problems. Sie können den Raum verlassen, aus dem Haus gehen, einfach das Gespräch verweigern oder mit dem Gehen drohen.

Und noch einmal: Ist das ausschließlich eine männliche Manipulation? Keineswegs – Frauen haben die Taktik „Achillesferse“. Nur endet sie bei Frauen anders. Der Mann trifft meist „die wunde Stelle“ und zieht sich zurück. Die Frau schlägt, wenn sie den wunden Punkt ihres Gegenübers entdeckt hat, systematisch immer wieder darauf – und lässt sich davon nicht ablenken. Was nichts daran ändert, dass jede Manipulation für den Mann wie für die Frau traurig endet.

Na also, Männer – bauen wir Beziehungen anders auf?