Ich kann nicht, ich habe das nicht verdient, das schaffe ich nicht – negative Glaubenssätze hindern uns daran, unser Potenzial voll auszuschöpfen.
Meist stammen sie aus der Kindheit, wirken aber auf unser ganzes weiteres Leben. Negative Glaubenssätze haben enorme Macht über unser Handeln und stehen unserem Erfolg und unserem Glück im Weg. Doch Sie können diese Macht brechen und in etwas Positives verwandeln.
Was sind negative Glaubenssätze?
Das Wort „Glaubenssätze“ sagt schon viel: Es sind Sätze, an die Sie glauben und die Ihr Handeln beeinflussen. Diese Sätze können positiv sein und Sie im Alltag und bei Ihren Entscheidungen stützen. Sie können aber auch negativ sein und Sie daran hindern, Ihr wahres Potenzial zu entfalten. Negative Glaubenssätze sind zum Beispiel:
- Das kann ich nicht.
- Das schaffe ich nicht.
- Andere sind besser als ich.
- Ich bin das nicht wert.
- Ich habe Erfolg nicht verdient.
- Niemand mag mich.
- Ich bin nicht schön.
- Ich habe immer Pech.
Diese und ähnliche Sätze haben mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Es sind keine Tatsachen, die man als gegeben hinnehmen müsste. Es sind erlernte oder übernommene Überzeugungen. Oft liegen ihre Wurzeln in der Kindheit. Denn das Selbstwertgefühl, das wir als Erwachsene in uns tragen, wird großteils von unserer Erziehung geprägt.
Auch Partnerinnen, Partner oder Kolleginnen und Kollegen beeinflussen, wie wir uns selbst sehen: Wenn Menschen immer wieder sagen „Das schaffst du nicht“, glauben wir es irgendwann tatsächlich und übernehmen es als negativen Glaubenssatz in unser Denken. Das Negative ist zu unserer tiefsten Überzeugung geworden und hat Macht über unser Handeln.
Doch wie so vieles im Leben lässt sich auch Negatives in Positives verwandeln – wenn Sie es nur wollen.
Wie wirken sich negative Glaubenssätze auf mein Leben aus?
Niemand sollte die Kraft der Gedanken unterschätzen. Denn jeder Grundgedanke löst in uns eine Kettenreaktion aus, die positiv wie negativ wirken kann. Positive Glaubenssätze können begeistern und voranbringen, negative stehen uns in vielem im Weg und hindern uns am Glücklichsein.
Ein Beispiel:
- Sie denken: „Mich mag niemand“, „Ich sehe nicht gut aus“ oder „Ich bin zu dick“.
- Die Reaktion: Sie verlieren an Sicherheit und trauen sich nicht, andere Menschen anzusprechen.
- Dadurch wirken Sie auf Ihr Umfeld womöglich distanziert und negativ – und niemand spricht mit Ihnen. Das verfestigt den Gedanken in Ihnen: Niemand spricht mit Ihnen, weil Sie zu dick oder nicht schön genug sind.
- Das wiederum führt dazu, dass Sie sich noch mehr zurückziehen und sich in Ihren negativen Glaubenssätzen bestätigt fühlen – und damit sitzt Punkt 1 noch fester in Ihren Überzeugungen.
Die sich selbst erfüllende Prophezeiung nimmt ihren Lauf und zieht Sie in einen Teufelskreis, aus dem Sie ohne eine geänderte Einstellung nicht mehr herauskommen. Denn egal, woran Sie glauben: Sie werden immer eine Bestätigung finden, die Ihre Einstellung stützt. Das gilt für negative Glaubenssätze genauso wie für positive!
In welche Richtung Sie gehen wollen, entscheiden Sie selbst. Deshalb ist es nie zu spät, die eigenen Überzeugungen infrage zu stellen und der Herkunft der negativen Glaubenssätze nachzugehen. Vieles läuft im Unterbewusstsein ab und geschieht automatisch. Der erste Schritt ist daher, sich die eigene innere Einstellung bewusst zu machen. Wenn Sie wissen, woher Ihre Glaubenssätze kommen, können Sie sie verändern – und damit Ihr Leben.
So verwandeln Sie negative Glaubenssätze in positive.
Glück, Geld, Liebe – Sie können weit mehr erreichen, wenn Sie Ihre Glaubenssätze ändern. Dafür müssen Sie die negativen entlarven und in positive umformen:
- Negative Glaubenssätze erkennen. Der erste Schritt ist, die negativen Glaubenssätze zu erkennen und bewusst wahrzunehmen. Denn meist stecken die Einstellung der Eltern, gängige Redensarten oder eigene Erfahrungen tief in unserem Innersten. Wenn Sie den Wurzeln Ihrer Glaubenssätze auf die Spur kommen, erleben Sie vielleicht schon den ersten AHA-Effekt.
- Glaubenssätze infrage stellen. Nun kommen diese Sätze auf den Prüfstand. Gelten sie heute überhaupt noch? Oder gehören sie längst der Vergangenheit an? Denn oft suchen wir immer wieder nach Bestätigungen für sie, obwohl es sie in unserem Leben gar nicht mehr gibt. Ihre Aufgabe ist jetzt, konkrete Belege zu sammeln, die Ihre überholten Glaubenssätze widerlegen. Ihre Eltern haben Ihnen beigebracht: „Im Leben bekommt man nichts geschenkt“? Dann überlegen Sie, ob Ihnen nicht doch etwas „in den Schoß gefallen“ ist. Oder ob Ihnen jemand ein Geschenk oder eine kleine Freude gemacht hat, einfach so, ohne dass Sie etwas dafür schulden. Das kann ein Traubenzucker in der Apotheke sein, ein freundliches Lächeln der Verkäuferin in der Bäckerei oder eine Freundin, die sich Zeit genommen hat, um etwas mit Ihnen zu unternehmen.
- Negative Glaubenssätze widerlegen: Vielleicht merken Sie nach und nach, dass Ihre negativen Glaubenssätze in Wahrheit völlig unbegründet sind und der Wirklichkeit sogar genau widersprechen. In unserem Beispiel hieße Ihre neue Erkenntnis: „Im Leben bekommt man vieles geschenkt.“ Wenn Sie mit diesem neuen Satz und offenen Augen durchs Leben gehen, werden Sie feststellen, dass an jeder Ecke Geschenke und schöne Dinge auf Sie warten. Die Folge: Sie lassen das Gute in Ihrem Leben ganz automatisch zu und ändern auch Ihr Handeln.
- Glaubenssätze richtig formulieren. Jetzt sind Sie so weit, Ihre negativen Glaubenssätze zu ändern und neu zu formulieren. In positiven Sätzen ist für Verneinungen jeder Art kein Platz. Wörter wie „nicht“, „kein“ oder „nie“ fallen aus dem Satz heraus oder werden ins Gegenteil umformuliert. Aus den obigen Sätzen wird dann zum Beispiel:
- Das kann ich nicht. => Das kann ich.
- Das schaffe ich nicht. => Das schaffe ich. (Denken Sie daran, wie viel Sie schon geschafft haben: die Schule abgeschlossen, eine weitere Ausbildung begonnen und beendet, eine Arbeit gefunden – oder schon gearbeitet …)
- Andere sind besser als ich. => Ich bin genauso gut wie die anderen.
- Ich bin das nicht wert. => Ich bin es wert.
- Ich habe Erfolg nicht verdient. => Ich werde Erfolg haben (vielleicht haben Sie ihn längst und haben es nur nicht bemerkt).
- Niemand mag mich. => Irgendjemand mag mich ganz sicher.
- Ich bin nicht schön. => Für jemanden bin ich hübsch.
- Ich habe immer Pech. => Ich habe oft Glück.
5. Im Unterbewusstsein verankern: Mit der Zeit setzen sich diese neuen positiven Glaubenssätze fest in Ihrem Unterbewusstsein und beeinflussen Ihr Leben und Ihr Handeln genauso wie zuvor die negativen – nur in eine positive Richtung, die Sie zu Glück, Zufriedenheit und Erfüllung führt. zeigt.
In der Psychotherapie heißt diese Methode „kognitive Umstrukturierung“.
Wem es schwerfällt, solche tief sitzenden Glaubenssätze allein loszuwerden oder zu verändern, der kann sich für fachliche Begleitung persönlich an unsere Beraterinnen und Berater wenden oder Klubmitglied werden.
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