Unser Leben ist recht unvorhersehbar, und wir erleben jeden Tag die unterschiedlichsten Gefühle – angenehme und unangenehme. Heute möchte ich bei der Ängstlichkeit verweilen.
Ängstlichkeit ist ein emotionales Unbehagen, das mit dem Erwarten und Vorausfühlen unangenehmer Erlebnisse oder einer Gefahr verbunden ist. Dieser Zustand kann situativ sein, er kann aber auch dauerhaft werden. Körperlich zeigt sich Ängstlichkeit am häufigsten in gestörtem oder fehlendem Schlaf, in Kopf- und Gelenkschmerzen, in ständiger Schwäche und Müdigkeit, in gestörtem Appetit (bis hin zu Übelkeit und einem Kloß im Hals); manchmal zittern auch die Hände oder der ganze Körper. Im Zustand der Ängstlichkeit ist unser Kopf voll negativer Gedanken – bis hin zu einem angespannten inneren Dialog mit uns selbst.
Um Ängstlichkeit und ihre Folgen zu verringern, können Sie sich an einige Regeln halten:
Bleiben Sie mit Ihren Gefühlen nicht allein: Sprechen Sie über das, was Sie erleben, und teilen Sie es. Erlauben Sie sich, dem, was in Ihnen ist, auch Ausdruck zu geben. Gehen Sie dabei achtsam mit sich um – und ebenso mit den anderen.
- Lenken Sie sich von der Quelle der Angst ab: Tun Sie Dinge, die Sie interessieren, reden Sie mit Freunden und Angehörigen über die verschiedensten Themen und ziehen Sie sich nicht in sich selbst zurück.
- Halten Sie einen Tagesrhythmus ein und erfüllen Sie Ihre Grundbedürfnisse. Vergessen Sie nicht zu essen und ausreichend zu schlafen. Essen Sie abwechslungsreich, damit der Körper alle nötigen Stoffe bekommt.
- Machen Sie sich Freude und verwöhnen Sie sich. Kaufen Sie sich zum Beispiel etwas oder gehen Sie in einen Beautysalon. Tun Sie etwas, das ganz Ihnen gehört.
- Bewegen Sie sich – mit Sport oder einer anderen Aktivität.
- Erinnern Sie sich an Situationen in Ihrem Leben, in denen Sie erfolgreich waren. Das gibt Vertrauen in sich selbst und in die eigenen Kräfte.
- Sie können verschiedene Entspannungs- und Atemtechniken nutzen.
- Gehen Sie sehr wählerisch mit Ihren Informationsquellen um: Internet, Medien und alles Weitere. Filtern Sie, was Sie hören und sehen. Das hilft Ihnen, die Lage nüchterner einzuschätzen.
Wenn Sie merken, dass Sie schon lange unter Stress stehen und die Angst sich nur ansammelt, wenden Sie sich an eine Fachperson.








