Wie wählen wir den Partner aus?

Wie wählen wir den Partner aus?

Warum und wozu sind wir in Beziehungen? Was brauchen wir vom Partner? Wie wählen Sie den Menschen aus, in den Sie sich verlieben? Immer nach demselben Muster? Wirklich? Elizabeth Taylor hat achtmal geheiratet – und jedes Mal ging es schief. Wonach hat sie eigentlich gesucht? Und wenn sich die Auswahlkriterien mit der Entwicklung eines Menschen verändern: Kann man die Suche nach dem eigenen Menschen dann überhaupt jemals beenden? Oder ihn – noch einfacher – gleich beim ersten Mal finden?

Für mich sind das sehr ähnliche Fragen. Also gut, schauen wir uns das an! Die bedingte Partnerwahl ist ein Konzept von Sergej „Stalker“ Schischkow (http://stalking.ru/). Was ist es bei den Treffen des Clubs „Freuds Erbe“ nicht alles kritisiert worden! Zu grob sei es, in Reinform komme es nie vor, es sei schablonenhaft … Darum geht es aber nicht. Es geht darum, dass es anschaulich mindestens 12 Antworten auf folgende Fragen gibt

  • Was brauche ich von dem Menschlein, das neben mir ist?
  • Woher kommt dieses Bedürfnis?
  • Wie wird sich dieses Bedürfnis in Zukunft verändern?
  • Welche Enttäuschung erlebe ich – und wohin stürze ich mich danach?
  • In welchem Alter kann das passieren?

Zugrunde liegt allem eine einfache Idee:

  • Wir wählen den Partner, um unsere Bedürfnisse zu befriedigen
  • Bedürfnisse ändern sich mit der Zeit, aber eines bleibt das wichtigste
  • Die Suche läuft ununterbrochen.

Die Suche hat begonnen! Bei sich selbst …

Diese Suche und dieses Hin und Her sehen ungefähr so aus … Stellen Sie sich einen Helden oder eine Heldin vor. Sie haben sich in dieser Rolle bestimmt längst selbst gesehen :)

1. Beschützt sein

Ach, die Schulromantik! Sich endlich in jemanden verlieben! Mit jemandem zusammen sein! BESCHÜTZT sein! Bitte! Und da ist sie, die erste Liebe! Es heißt, für die seelische Gesundheit und das Erwachsenwerden müsse die erste Liebe unglücklich und unerwidert sein. Andernfalls gilt: Romeo (and Julia) must die! Aber zurück zu uns. Man ist Händchen haltend spazieren gegangen. Und dann kommt die Ernüchterung: Niemand wird Sie vollständig beschützen!

2. Meine Bedürfnisse erfüllen

Gut, zweiter Versuch. Nach wem sollte man suchen? Nach jemandem, der MEINE BEDÜRFNISSE ERFÜLLT! Sie soll toll tanzen, er auf dem Motorrad eine Wucht sein. Oder was auch immer zu Ihnen passt. Die Zeit vergeht, die Ernüchterung kommt! Alle Bedürfnisse lassen sich nun einmal nicht erfüllen! Tanzen ist schön und gut, aber im Kopf ist nichts los. Er fährt Moped und schenkt keine Blumen. Und überhaupt: Woher soll man seine eigenen Bedürfnisse kennen? Normalerweise begreift man frühestens mit 30, was man braucht – und hier ist man noch nicht einmal 20!

3. So wie ich

Dritter Versuch … Er oder sie soll SO SEIN WIE ICH. Es ist so schön, sich ähnlich zu sein. Wir sind hin und weg davon, wie wir einander schon am halben Wort verstehen. Wir lesen dieselben Bücher, sehen dieselben Filme, interessieren uns für dieselbe Politik. Nur wird das mit der Zeit so langweilig: Was man auch sagt, es kommt ein Ja zurück. Neues zu lernen gibt es nichts.

4. Nicht so wie ich

Und tschüss! Im vierten Anlauf suchen wir das GEGENTEIL. Ist sie ein braves Mädchen, muss er ein Rocker sein. So ergänzen wir einander! Yin und Yang! Man ist herumgefahren, man hat sich gestritten. Ein Adrenalinschub! Alles neu, alles unbekannt! So vergehen Neun einhalb Wochen. Das Nervensystem ist erschöpft. Sich zu einigen kostet so viel Kraft! Er / sie versteht mich nicht!

Обусловленный выбор партнера

Von den Eltern …

Jetzt kommt die erste Schaffenskrise, die Sackgasse. Der erste Sex ist ausprobiert, die eigenen Bedürfnisse auch, die Gegensätze ebenfalls. Wie soll man denn nun wählen??? Und da kommt die geniale Idee! Ich weiß doch, bei wem die Beziehung geklappt hat! Bei meinen Eltern!

5. So wie die Eltern

Der fünfte Anlauf: Das Mädchen sollte der Mama ähneln, der junge Mann dem Papa. Kurz: SO WIE DIE ELTERN. Nur ist das ein noch größerer Albtraum! Das Äquivalent des Papas ist für eine erwachsene Frau ein fünf Meter großer Riese: stark, allwissend und allmächtig. Genau so war der Papa für das Mädchen mit sechs Jahren :)) So etwas wie ein Gott aus dem Kindermärchen. Also wieder Ernüchterung …

6. Nicht so wie die Eltern

Sechster Versuch. So wie ein Elternteil – so jemanden gibt es nicht! Das Pendel schlägt ins Gegenteil aus. NICHT SO WIE DIE ELTERN! Er wird nicht so sein wie mein Papa! Sie wird nicht so sein wie meine Mama! Das heißt: doch wie Papa / Mama, nur ohne die Schwächen von Papa / Mama! Spüren Sie die Ernüchterung?

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Von der Gesellschaft …

Jetzt kommt die ZWEITE Schaffenskrise. Es geht also weder um Bedürfnisse noch um die Eltern. Man braucht eine neue Informationsquelle. Bei wem? Bei der Gesellschaft!

7. Mit Status

Siebter Versuch. Er soll STATUS haben! Ein Auto, eine Wohnung, Reisen ans Meer, eine eigene Firma. Oder eine Sängerin soll es sein, so richtig angesagt. Man hat sich also getroffen. Man war am Meer, wie im Film „Liebe und Tauben“. Man kommt nach Hause und stellt fest: Er ist verheiratet, und sie hat einen ganzen Haufen Verehrer. Gefragt sind sie, statusreich! Von denen, die es zu Geld, zu einem prestigeträchtigen Job und zu Einladungen in die Salons gebracht haben, gibt es nur wenige. Und die sind bis spät mit Arbeit beschäftigt, danach Veranstaltungen, Reden, Sitzungen … Für die Beziehung bleibt wenig Zeit. Ernüchterung!

8. So wie bei den Leuten

Der achte … Ach, weg mit der Villa am Meer. Hauptsache SO WIE BEI NORMALEN LEUTEN. Häuschen, Gärtchen, Kinder laufen herum, das Hündchen bellt. Mama und Papa arbeiten für ein Durchschnittsgehalt … So ein perfektes Bild vom American Dream der 60er-Jahre. Nur ist Werbung eben dazu da, ein potemkinsches Dorf zu sein. Denn Schwung ist keiner da, Sex einmal im Jahr, die Kinder nerven, die Schulden wachsen, und von Romantik keine Spur! Von seelischer Nähe keine Spur! Nur „Was werden die Nachbarn denken!“ Und dann geht man auf eine Ausstellung, und dort …

9. Hochrangig

Der neunte … Versuch … Einem bleibt die Luft weg! Da steht ein Weltreisender oder eine Weltreisende, er/sie tut nur das, was er/sie will! Fallschirmspringen, Motorradfahren, Bilder malen … Oder es ist ein Redner auf der Tribüne, vor dem die Menge verstummt. HOCHRANGIG. Putin! Ich will einen wie Putin! Ich will Scarlett Johansson! Bitte sehr! Ein Leben wie auf einem Vulkan, wie in einem Wirbelsturm! Alles wie in jungen Jahren, wie beim vierten Anlauf :) Alles öffentlich, alles auf Reisen. Und dann nerven auch noch die Journalisten! Sie ner-ven! Nicht genug, dass es solche Hochrangigen nur einzeln gibt – sie sind auch noch wie Feuer. In der Nähe ist es warm, kommst du näher, verbrennst du! Und so verbrennen wir …

Einfach so …

Jetzt kommt die DRITTE Schaffenskrise. Es geht nicht um Bedürfnisse, nicht um die Eltern, nicht um die Gesellschaft. Es geht einfach um den Genuss des Lebens!

10. Liebhaber

Die zehnte Wahl. Warum nicht einfach genießen. BIOLOGIE! Endlich darf man einfach miteinander ins Bett! Er gehört mir! Mir reicht das! Mir gefällt, wie er riecht und wie er redet. Dieser Mensch macht mich an, mehr brauche ich nicht. Endlich, nach all den Phasen, haben wir uns erlaubt, einfach Sex zu haben. Der letzte Tango in Paris! Übrigens: Im Film ist alles erzählt. Das kann eine Zeit sein, in der man sich in der Wohnung einschließt. Wie lange? Den Nachbarn erzählt man es nicht, den Freunden zeigt man es nicht – die verstehen das nicht! Und eine Beziehung ist eben nicht nur Sex! Was also tun? Alles ist durchprobiert! Also schaltet sich die Spiritualität ein, weil sonst nichts mehr übrig ist!

11. Einfach lieben

Der elfte Anlauf! EINFACH LIEBEN! Dich liebe ich – und gut ist! Und dich liebe ich auch! Und ihn liebe ich auch! Wie Christus, ich liebe alle … Stopp! Ich bin doch nicht Jesus! Ich bin nicht einmal Mutter Teresa! Ich bin einfach ein Mensch und will nicht in den Himmel. Wozu soll ich alle lieben? Darf ich wenigstens einmal an mich denken? Na?

12. Verbündeter in der Transformation

Und da ist die letzte, die zwölfte Etappe. Ich kümmere mich um mich selbst, um meine Entwicklung, und mein Weggefährte hilft mir dabei einfach. Und ich helfe ihm. So ein VERBÜNDETER in Entwicklung und Transformation.

12 Partner?

Es heißt, um den eigenen Partner zu finden, müsse man elf ausprobieren :) Statistisch haben wir im Schnitt allerdings vier Partner im Leben. Wir finden ihn also nicht?

Ich mache Ihnen Mut, denn es heißt auch anders! Nämlich, dass sich alle 12 Kriterien der bedingten Partnerwahl an ein und demselben Menschen ausprobieren lassen :) Man kann sich schlicht jeden Tag für denselben Menschen entscheiden – und ihn jedes Mal neu wählen! Jedes Mal nach einem neuen Kriterium :)))

Und doch: Welches Kriterium ist für mich das wichtigste? Was ist meines? Wie wähle ich?

Was ist mir wichtig?

Je nach Situation, Alter und Erfahrung wählen wir nach unterschiedlichen Kriterien. Mal braucht man Sicherheit, mal will man sich mit jemandem einfach übers Wochenende im Hotel einschließen, mal will man sich schön anziehen und unter Leute gehen. Und einen Menschen bewertet man ja auch nicht mit einer Excel-Tabelle mit 12 Merkmalen. Und trotzdem bleibt im Hintergrund ständig ein Kriterium, das immer gleich bleibt. Und es steht in der Regel an zweiter Stelle. Das heißt: Das erste ändert sich je nach Situation, das zweite ist konstant. Und genau das ist es, was Ihnen wichtig ist.

Wie findet man es heraus? Über den eigenen Persönlichkeitstyp. Möglich ist das im Dating-Club mit unseren Fachleuten. Füllen Sie das Formular aus, wir rufen Sie mit den Details zurück!