Polizist aus der Rubljowka: Verliebe ich mich immer in die Falschen?

Polizist aus der Rubljowka: Verliebe ich mich immer in die Falschen?

Alle wollen Liebe, Nähe, Partnerschaft. Und die meisten schaffen es trotzdem, sich in den falschen Menschen zu verlieben, und das gleich mehrmals. Die einen folgen diesem Muster: Sie suchen, sie lernen jemanden kennen, sie kämpfen sich durch Dornen zu den Sternen, endlich gibt er oder sie nach, das Glück und das schöne Ende scheinen da – und … irgendetwas fehlt. Die anderen verlieben sich auf den ersten Blick, halten eine nervenaufreibende Ehe fast ein Jahrzehnt lang aus, lassen sich dann scheiden, atmen befreit auf – und … wollen Liebe, Nähe, Partnerschaft.

So dreht sich das Leben in einer Acht, und die Jahre ziehen vorbei. Über das zweite Muster sprechen wir in einem eigenen Beitrag. Hier geht es darum, warum und wozu wir an dem Partner vorbeigehen, der zu uns passt, und wie man aus dieser sinnlosen „Suche“ nach irgendetwas herauskommt.

Mit Aljona ist alles zu einfach, zu leicht und zu schön

Nehmen wir zum Beispiel Grischa Ismailow, den Polizisten aus der Rubljowka, der Villengegend der Moskauer Oberschicht – in Wirklichkeit den Schauspieler Alexander Petrow in der gleichnamigen Serie. Grischa liebt Aljona, schon lange, seit der Uni. Aljona liebt Grischa. Beide sind um die dreißig, und sie schleichen umeinander herum, durch Dornen zu den Sternen: Sie heirateten, sie lebten mit anderen zusammen und hatten Affären mit Frauen, die nicht zu ihnen passten. Und dann standen die Sterne endlich günstig, und sie sind zusammen.

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Für Grischa ist Aljona der ersehnte Stern, nach dem er greift und den er zugleich nicht zu berühren wagt. Deshalb klappt es nicht einmal mit dem Sex: Die beiden gehen so behutsam miteinander um, dass sie sich kaum anzufassen trauen. Doch Grischa fehlt etwas an Aljona: Sie liebt ihn zu gleichmäßig, sie bindet ihn zu wenig, sie lässt ihm zu viel Freiheit. Kurz gesagt: Mit ihr ist es leicht, einfach und schön. Und genau das ist es nicht.

Das Leben ist zu schön? Hol dir eine Ziege

Kennen Sie die Parabel von der Ziege? Einem Mann ging es zu gut, und er begann zu klagen, dass alles falsch sei. Ein Weiser riet ihm, sich eine Ziege ins Haus zu holen, und unser Nörgler tat es. Alles blieb wie zuvor, nur machte die Ziege sein Leben zur Hölle: Sie meckert, sie stinkt und sie stößt mit den Hörnern – und der Nörgler wollte am liebsten sterben. Da riet ihm der Weise, die Ziege zu verkaufen, und damit war das Leben des Nörglers vollkommen. Dabei hatte sich rein gar nichts geändert.

Grischa merkte, dass ihm mit Aljona etwas fehlt, verstand aber nicht, was genau. Also trennte er sich von Aljona und ließ sich auf Alissa ein. Alissa ist ein geheimnisvolles, forsches, vom Vater verletztes Mädchen, ein richtiger Rabauke im Rock: Sie haut zu, sie küsst aus dem Stand, und sie hat ein schreckliches Geheimnis. Und es stellt sich heraus: Alissa ist die Tochter des Mannes, der Grischas Vater getötet hat … ganz im Stil der kleinen Dramen. Und Grischa stürzte in eine noch tiefere seelische Krise als zuvor. Kurz: Er hat sich eine Ziege ins Haus geholt.

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Ich verliebe mich in die Falschen. Warum?

Worin besteht Grischas Problem? Intuitiv und ruhig zieht es ihn zu Aljona, zu der Frau, die zu ihm passt. Instinktiv und zwanghaft zieht es ihn zu Alissa und weiß Gott zu wem noch – zu Frauen, an denen er sich wehtut. Denn Grischa hat ein Trauma, eine Neurose.

In Grischas Vergangenheit liegen unabgeschlossene Gestalten: die getöteten Eltern und weiß Gott was noch, das die Serie „Polizist aus der Rubljowka“ nicht erzählt. Man sieht es daran, wie wenig Grischa es mit der passenden Frau aushält. Er schaut nach denen, die nicht zu ihm passen.

Irgendetwas ist in Grischas Kindheit schiefgelaufen. Ihn beschäftigt zum Beispiel das Rätsel um den Mord an seinen Eltern. Oder seine Mutter war für ihn so unnahbar, hat ihn mit ihrer Geheimnistuerei so zermürbt, dass Grischa sein Leben lang versuchen wird, dieses unangenehme Gefühl zu verändern – über seine Partnerinnen. Grischa wird Frauen wählen, die der Quelle seiner Verletzung in der Vergangenheit ähneln. Grischas Frauen werden der geheimnisvollen Mutter ähneln, dem unbekannten Mörder, wem auch immer – nur nicht Aljona, die ihm Ruhe, Harmonie und Freude gibt. Deshalb wird Grischa immer wieder eine Alissa wählen. Wozu? Ganz einfach: Formt er Alissa um, dann formt er die Vergangenheit um, wird die Traumata los und findet Ruhe.

Nur gibt es ein Problem: Die Vergangenheit ist vorbei, Alissa ist weder der Mörder noch die Mutter, und über seine Frauen wird Grischa seine Probleme nicht lösen – so lange nicht, bis er selbst aus diesem „Sumpf der Unreife“ heraus will.

Wie findet man Ruhe, Freude und Stimmigkeit?

Wenn Sie Grischas Geschichte berührt hat, hier die gute Nachricht: Aus diesem Teufelskreis gibt es einen Ausweg. Wir gehen an dieser Stelle nicht in die Tiefe der Therapie, das ist ein eigenes Thema. Grischa wäre schon geholfen, wenn ihm jemand zeigen und erklären würde, was genau mit ihm passiert. Wenn ihm jemand zeigen würde, dass Aljona seine stimmige Partnerin ist und Alissa seine Suche nach dem Mörder oder nach der Mutter. Und dann kann man auch noch erklären, warum.

Möglich ist das,

  1. wenn Sie Ihren Persönlichkeitstyp kennen,
  2. wenn Sie den kompatiblen Persönlichkeitstyp des Partners kennen, mit dem eine harmonische Beziehung möglich ist, und
  3. wenn Sie nicht einfach irgendeine Alissa wählen, sondern Kandidatinnen mit dem passenden Typ

Das nimmt Ihnen die eigene Suche nach solchen Partnern nicht ab. Mit Ihrem Partner ins Bett gehen kann keine Beraterin und kein Berater für Sie – das ist Ihre Aufgabe. Also los: ohne Dornen, direkt zu den Sternen!

Wollen Sie in den „Suchmodus“ schalten? Machen Sie unten den Test zum Persönlichkeitstyp – am Ende erfahren Sie etwas über die Kompatibilität.