Wer zwei Stunden später als sonst ins Bett geht und zur gewohnten Zeit aufsteht, wird nicht nur impulsiver und fehleranfälliger – am nächsten Tag verlieren auch die angenehmen Empfindungen ihre Schärfe.
Verschiedene Schlaforganisationen empfehlen Jugendlichen 8 bis 10 Stunden Schlaf pro Nacht, Erwachsenen bis 70 Jahren 7 bis 9 Stunden. Fast ein Drittel der Erwachsenen gibt jedoch an, weniger als 6 Stunden zu schlafen.
Studien im Labor wie auch bei Menschen, die zu Hause schliefen, zeigen: Weniger Schlaf führt dazu, dass sich die Teilnehmenden am nächsten Tag schlechter fühlen. Nein, niedergeschlagen oder depressiv wurden sie davon nicht – sie berichteten vielmehr, weniger positive Gefühle zu empfinden.
„Sie empfanden weniger Freude, weniger Begeisterung, weniger Aufmerksamkeit für sich selbst und weniger Zufriedenheit“, sagt Ingvild Saksvik-Lehouillier, Professorin für Psychologie an der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie, an der eine der Studien durchgeführt wurde.
Sicher ist: Wer spät ins Bett geht, kommt mit Stress und mit negativen Ereignissen schlechter zurecht – in der Schule ebenso wie im Beruf.
Zugleich ist bekannt, dass weniger positive Gefühle die seelische Gesundheit insgesamt deutlich beeinträchtigen und dass „schlechter“ Schlaf – Schlaflosigkeit, häufiges Aufwachen, spätes Zubettgehen – praktisch bei allen psychischen Diagnosen eine Rolle spielt.
Wer weniger schläft als gewohnt, verhält sich impulsiver und macht in Standardtests mehr Fehler.
Die Studie ist in der Fachzeitschrift Sleep erschienen.
Aus den Studien und Veröffentlichungen zum Thema lässt sich ableiten: Bei negativen Gefühlen zeichnen sich keine klaren Unterschiede ab, bei positiven werden sie dagegen deutlich sichtbar.
„Die positiven Empfindungen wurden schon nach einer einzigen Nacht mit verkürztem Schlaf schwächer – und nach drei Nächten noch einmal deutlich schwächer“, sagt Professorin Ingvild Saksvik-Lehouillier.
Fazit:
Die Ergebnisse bestätigen: Schon ein bis zwei Stunden weniger Schlaf über mehrere Nächte hinweg haben negative Folgen. Und selbst ein kleines Schlafdefizit wirkt sich spürbar auf den Alltag und die Lebensqualität aus. Betroffen sind das soziale Miteinander, die Leistungsfähigkeit und die Sicherheit – besonders in den ersten Stunden nach dem Aufwachen.
Anzumerken ist, dass frühere Untersuchungen gezeigt haben: Frauen reagieren womöglich empfindlicher auf Schlafmangel und haben mehr damit zu kämpfen als Männer.
Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund! Ihr Michail Borissowitsch, Experte für die Befreiung von Stress und Schmerz!
PS Eine der sanften Methoden, den Schlaf wiederherzustellen und ihn tiefer und erholsamer zu machen, ist die Qigong-Praxis.







