Mit diesen Tipps lassen wir den Perfektionismus hinter uns und erreichen unsere Ziele mit Leichtigkeit!
Schon in der Schulzeit wurde Frauen beigebracht, besser, fleißiger, vollkommener zu sein, um Erfolg zu haben. Und deshalb glauben sie oft irrtümlich, ihre Leistung spreche für sich und werde von allein „Früchte“ tragen. Die Einsicht kommt spät. Ich rufe Frauen zur Unvollkommenheit auf!
Leb wohl, Perfektionismus! Weg mit der „ewigen Liste“!
Wie oft habe ich diesen Satz gehört: „Ich muss erst noch diese Weiterbildung machen, dann kann ich mein Ziel erreichen.“ Statt „diese Weiterbildung“ können Sie einsetzen: „die Präsentation fertig machen“, „diese Website bauen“, „dieses Angebot durchdenken“, „mein Wissen verbessern“ oder „zum Friseur gehen“.
Die Liste „Ich muss noch …“ ist lang. Wir Frauen brauchen offenbar mehrere Jahre, um zu begreifen: Fünf Kilo weniger, eine zusätzliche Ausbildung oder noch ein Zertifikat haben wenig bis gar keinen Einfluss darauf, ob wir unsere Ziele erreichen oder nicht.
Ich bin da selbst durchgegangen und habe es schmerzhaft genug erlebt. Denn wie die meisten Frauen gehörte auch ich zu jenen, die eine Liste hatten: was man haben, tun, schaffen, kaufen muss – und dann ………
Die Perfektionismus-Falle: 80 % reichen oft völlig
Ein Beispiel aus der Praxis mit Klientinnen:
„Ich bin seit Langem selbstständig, früher habe ich in der Autoindustrie gearbeitet. Dort herrscht pure Perfektion. Dort habe ich das Prinzip verinnerlicht: ‚Nicht der kleinste Fehler ist erlaubt.‘ Als mein erster Sohn geboren wurde, musste ich mich beruflich verändern, denn ich wollte weder eine Karrierepause noch einen Nebenjob, für den ich dankbar sein sollte, während ich von einem Termin zum nächsten hetze und nebenbei Zeit für meinen Sohn habe. Viel Stress für wenig Geld. Ich habe ein Online-Business gestartet. Und natürlich wollte ich es auf allerhöchstem Niveau machen. Die Videos für mein Online-Business haben wir zum Beispiel immer im Studio gedreht, das kostete Geld und Zeit. Ich meinte, alles professionell machen zu müssen. Und dann habe ich gemerkt, dass mit dem Smartphone gedrehte Videos genauso gut ankommen und genauso viele Verkäufe bringen.“
„Ich habe stundenlang am Design meiner Website gefeilt und dann verstanden, dass das gar nicht das Kriterium für mehr Verkäufe ist.“
„Ich habe meine Vorträge immer wieder umgebaut und ergänzt – einfach, um sicherzugehen, dass das Thema selbst gut genug ist.“
In den Perfektionismus treibt uns auch, dass am Arbeitsmarkt – besonders in der Wirtschaft – Männer als die besseren Mitarbeiter gelten.
„Wachsen lässt uns die Unvollkommenheit.“
Wir alle müssen anerkennen: Workaholismus mit makellosen Noten ist keine Garantie für Erfolg. Ganz im Gegenteil. Weiter bringt uns die Unvollkommenheit. Das sollten wir uns bewusst machen und annehmen! Männer machen es uns vor. Sie nehmen einfach ihr Produkt und erklären, es sei das beste am Markt. Außerdem sagen sie zu einer höheren Position Ja, auch wenn ihnen selbst klar ist, dass sie ihr nur zu 50 % entsprechen. Denn sie sind fest überzeugt, dass sie das Potenzial für die restlichen 50 % haben.
3 Wege, den Perfektionismus zu verringern
1. Weg mit den alten Konventionen
Anders gesagt: Lassen Sie sich von niemandem einreden, Leistung spreche für sich oder harte Arbeit und gute Noten brächten Sie am Ende schon voran. Denn spätestens, wenn die ersten Männer an Ihnen vorbeiziehen (die weniger fleißig sind und schlechtere Noten haben), verstehen Sie: Darum geht es nicht. Probieren Sie das Minimalprinzip aus und gehen Sie die nächste Aufgabe – ob Vortrag, Präsentation, Meeting oder Angebot – mit minimalem Aufwand an. Auch daran gewöhnt man sich.
2. Nehmen Sie Kritik nur von Menschen an, die in Ihrer Arena spielen
Ein Prinzip, das ich für außerordentlich wichtig halte. Zum Video-Beispiel: Schnell kam der erste Kritiker und sagte der Klientin, mit einem unprofessionell gedrehten Video werde sie keine Kundinnen gewinnen. Sie fragte ihn (später, als ihr klar war, dass es daran nicht liegt), ob er schon selbst Videos gedreht oder über Videos etwas verkauft habe – er verneinte. Wenn jemand nicht in Ihrer Arena spielt und nur sagt, was er für richtig hält, ohne es je selbst getan zu haben, hören Sie auf solche Menschen nicht. Menschen dagegen, die in Ihrer Branche arbeiten und einen längeren Weg hinter sich haben als Sie, sollten Sie sehr genau zuhören.
3. Nehmen Sie die Herausforderung zuerst an und überlegen Sie danach, wie Sie sie lösen
Sagen Sie Ja zu einem Angebot, etwa die Leitung einer Abteilung zu übernehmen. Die meisten Frauen brauchen Bedenkzeit, weil sie sich gerne ein paar Tage lang selbst geißeln, um sich einzureden, sie seien noch nicht so weit. Wachstum aber findet außerhalb der Komfortzone statt. Also sag zuerst zu und finde dann heraus, wie du es machst.
Ziele erreichen: Der Schlüssel zum Erfolg heißt – einfach tun!
Wir sind Riesen des Wissens, aber Zwerge der Umsetzung
Geben Sie sich einen kleinen Schubs, auch wenn Sie noch nicht wissen, wie Sie die Aufgabe angehen sollen. Sobald Sie sich auf diese Aufgabe konzentrieren, finden Sie die richtige Lösung.







