7 einfache Tipps zur Behandlung der Fibromyalgie.
Die Medizin kann bis heute keine eindeutige Antwort auf die Frage geben, was Muskelschmerzen auslöst – oder genauer gesagt: die Fibromyalgie (ein Zustand, in dem ein Mensch Schmerzen empfindet, obwohl es keine deutlichen Anzeichen einer Entzündung und keine direkten Verletzungen gibt). Dennoch lassen sich die Symptome dieser Störung mit medizinischen und ergänzenden Therapieverfahren lindern und beseitigen.
Dazu gehören:
- medikamentöse Therapie, Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine;
- psychosoziale Begleitung (Gesprächstherapie);
- Übungen und Heilgymnastik;
- Diät oder ausgewogene Ernährung;
- Umgang mit Stress;
- alternative Therapieverfahren;
- Änderungen im Lebensstil.
Medikamentöse Therapie, Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine
Manche Medikamente und rezeptfreie Präparate helfen Ihnen, mit den Schmerzen bei Fibromyalgie zurechtzukommen. Dazu gehören:
- Aspirin und NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) wie Ibuprofen oder Naproxen. Manchen genügt die Einnahme dieser Mittel; wenn sie zu wenig bewirken, kann die Ärztin oder der Arzt auch stärkere Schmerzmittel verordnen.
- Verschreibungspflichtige Präparate, die auf die Produktion von Serotonin und Noradrenalin wirken, um die Schmerzempfindung zu senken; Antidepressiva, Schlafmittel und nicht-narkotische Analgetika. Einige Studien berichteten bei manchen Patientinnen und Patienten, die diese Medikamente einnehmen, über Veränderungen nicht nur der Symptomatik, sondern auch der Lebensqualität, der Stimmung und des Schlafs. Wichtig ist, das mit der Ärztin oder dem Arzt zu besprechen und eine wirksame Dosierung sowie die Kombination mit anderen Methoden und Präparaten zu finden. Vergessen Sie nicht: Manche Präparate brauchen bis zu mehreren Wochen, bis sie ihre Wirkung voll entfalten.
- aerobe Übungen wie Laufen, Aerobic oder Schwimmen;
- Morgengymnastik;
- Tai-Chi und Qigong;
- Yoga;
Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel helfen, einige der Faktoren zu beseitigen, die Schmerzen auslösen. Beobachtet wurde, dass etwa ein niedriger Vitamin-D- oder Magnesiumspiegel Krämpfe und Schmerzen in den Muskeln hervorrufen kann. Zunächst sollten Sie eine Fachperson zu Rate ziehen, sich nach möglichen individuellen Gegenanzeigen erkundigen und die für Sie nötigen Präparate auswählen.
Psychosoziale Begleitung und Psychotherapie
Die „Gesprächstherapie“ hilft, mit Symptomen der Fibromyalgie wie Krämpfen und Schmerzen umzugehen. Das heißt natürlich nicht, dass die Krankheit nur im Kopf sitzt. Die Psychotherapie zeigt gerade, dass Schmerz zugleich ein psychisches und ein körperliches Problem ist.
Ständiger Stress und fehlende Unterstützung können die Wahrnehmung eines Menschen so stark verändern, dass er körperlichen Schmerz zu empfinden beginnt. Eine Beraterin oder ein Berater hilft Ihnen, neue Wege zu finden – nicht nur im Umgang mit den Problemen, auf die Sie im Privatleben oder in der Arbeit gestoßen sind, sondern auch mit den Erscheinungsformen der Fibromyalgie.
Hilfe können Menschen auch über Online-Therapie bekommen. Neuere Studien haben gezeigt, dass etwa die kognitive Verhaltenstherapie sowohl von Angesicht zu Angesicht als auch online bei Symptomen helfen kann, die mit einer Depression zusammenhängen. Und Fachleute für körperorientierte Verfahren begleiten Menschen mit Fibromyalgie dabei, Übungen und Entspannungsmethoden einzusetzen, um den Schmerz zu beseitigen. Anzumerken ist allerdings: Die Arbeit in Person (von Angesicht zu Angesicht) beschleunigt die Genesung deutlich und ist wirksamer.
Gymnastik und Übungen
Es gibt einen erwiesenen Zusammenhang zwischen einer sitzenden Lebensweise und chronischem Schmerz, sogar bei Menschen ohne Fibromyalgie. Wenn Sie körperlich aktiv bleiben, können Sie der Muskelschwäche und der Steifheit vorbeugen, die die Schmerzempfindung verstärken.
Es gibt keine belastbaren Belege dafür, dass ein bestimmtes Übungsprogramm oder -system besser wäre als ein anderes. In jedem Fall bringen die meisten Übungen Ihnen zumindest eine Linderung der Schmerzen.
Zahlreichen Studien zufolge helfen Ihnen:
Wählen Sie das Übungsprogramm, das am besten zu Ihrer Lebensweise passt.

Umstellung der Ernährung. Diät
Zahlreiche, wenn auch verstreute Daten deuten darauf hin, dass eine Umstellung der Ernährung Ihnen hilft, mit den Symptomen der Fibromyalgie zurechtzukommen.
Muskelschmerzen können zum Beispiel mit einer chronischen Entzündung zusammenhängen – dann hilft Ihnen eine entzündungshemmende Ernährung. Zu ihr gehören Lebensmittel wie Himbeeren, Fisch, Zwiebeln und Nüsse. Verarbeitete Lebensmittel, Salz und Alkohol verstärken Entzündung und Schwellung, deshalb sollten Menschen mit Muskelschmerzen sie meiden.
Einer 2017 veröffentlichten Studie zufolge können Symptome der Fibromyalgie auftreten, wenn der Körper nicht genug Serotonin produziert – jenen Stoff, der Impulse an Nerven, Fasern und Muskeln weitergibt.
In diesem Fall hilft eine Ernährung, die Süßes einschränkt, Fruktose eingeschlossen, denn Serotonin entsteht aus Tryptophan, und dieses ist der zerstörerischen Wirkung von Zucker ausgesetzt.
Zusätzlich:
- meiden Sie Mononatriumglutamat (MSG), weil es das Nervensystem übererregt;
- meiden Sie den künstlichen Süßstoff Aspartam, der die Serotoninproduktion im Gehirn stört;
- meiden Sie Laktose – wegen der möglichen Wirkung auf das Serotonin.
Einschränkende Diäten können dazu führen, dass ein Mensch zu wenig Nährstoffe aufnimmt, etwa Eiweiß und Kohlenhydrate. Fragen Sie deshalb immer eine Fachperson, bevor Sie Ihre Ernährung wesentlich umstellen.
Welche Lebensmittel die Symptome der Erkrankung auslösen, können Sie mit einem Ernährungstagebuch herausfinden; und die Zusammenarbeit mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Diätologin hilft Ihnen, die Ernährung zu finden, die genau zu Ihnen passt
Umgang mit Stress
Nahezu jeder Stress verschlimmert die Symptome der Fibromyalgie. Methoden für den Umgang mit Stress helfen deshalb, Muskelschmerz und Steifheit zu verringern. Der Schlüssel liegt darin, die Methoden zu finden, die genau bei Ihnen wirken. Manche wenden sich an Freunde oder an die Familie, anderen hilft eher ein Hobby oder etwas Kreatives.
Meditation, besonders die Achtsamkeitsmeditation, die dabei hilft, im „Hier und Jetzt“ zu bleiben, verringert und lindert den Muskelschmerz erheblich, beseitigt Stress und bringt den Schlaf wieder in Ordnung.
Menschen, die Achtsamkeit praktizierten, berichteten von weniger schweren Symptomen und einer geringeren Empfindlichkeit gegenüber Belastung.
Meditation kann außerdem helfen, Stress und Unruhe zu verringern – und die gehören zu den häufigsten Auslösern (Triggern) der Fibromyalgie.
Alternativmedizin
Die folgenden Richtungen helfen, mit den Symptomen der Fibromyalgie umzugehen:
- Reflexzonentherapie einschließlich Akupunktur;
- Massage und manuelle Therapie;
- Biofeedback-Methode;
- geführte Imagination, Visualisierung und Affirmationen.
Diese Methoden können bei den einen wirken und bei den anderen nicht.
Die Komplementärmedizin zeigt bessere Ergebnisse bei einem umfassenden und individuellen Vorgehen, das auch klassische Behandlungsmethoden einschließt.

Änderungen im Lebensstil
Manche Änderungen der gewohnten Lebensweise können das Wohlbefinden verbessern und helfen, den Muskelschmerz loszuwerden.
Das kann sein:
- ein bequemer und ergonomischer Sessel, vor allem am Arbeitsplatz;
- eine gute Körperhaltung;
- geregelter Schlaf und geregelte Erholung;
- bequeme Schuhe;
- der Kauf einer Matratze und eines Polsters, auf denen Sie gut schlafen.
Eine wichtige Ergänzung.
Die Hilfe einer qualifizierten Fachkraft trägt zu einer genaueren Diagnose bei und zu einem Behandlungsprogramm, das auf die konkreten und individuellen Bedürfnisse des Menschen zugeschnitten ist.
Um die Symptome der Fibromyalgie zu beseitigen, muss die richtige Kombination von Behandlungsmethoden gefunden werden. Was bei einem Menschen wirkt, wirkt bei einem anderen vielleicht nicht, und wirksame Strategien können sich mit der Zeit ändern.
Sprechen Sie offen über Ihre Symptome, und wenn Medikamente oder bestimmte Methoden bei Ihnen nicht wirken, sprechen Sie mit einer Fachperson und suchen Sie andere Wege der Behandlung und Genesung.
Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!







