Was der psychopathische Typ stärken sollte
Das ist keine Liste von Mängeln – die Stärken hat dieser Typ bereits. Hier steht, was ihm meist fehlt und was sich durch Übung aufbauen lässt.
Kurz: emotional-sinnliche Wahrnehmung · das Recht auf Gefühle – die eigenen und die der anderen · die Überkontrolle loslassen · fremde Grenzen achten · die eigene Anwesenheit nicht beweisen · Geduld, warten können · die Welt kommt ohne volle Offenheit aus · bedingungsloses Vertrauen in die Welt, in die Menschen und in sich selbst
Emotional-sinnliche Wahrnehmung. Den pragmatischen, realistischen Blick um die Fähigkeit ergänzen, Fakten nicht nur zu sehen, sondern sie auch zu fühlen – zu bemerken, wie sie innen nachklingen. Gefühle werden dabei zum Werkzeug des Selbstausdrucks: Mitgefühl und Begeisterung lassen sich teilen.
Das Recht auf Gefühle – die eigenen und die der anderen. Die eigenen Schwächen annehmen und den anderen das Recht zugestehen, ihre Emotionen auszudrücken. Daraus wächst ein Umfeld, in dem Menschen sicher sprechen können.
Die Überkontrolle loslassen. Kontrolle über Situationen und Menschen lebt von ständiger Anspannung und Angst. Ist sie losgelassen, werden zum ersten Mal vertrauensvolle Beziehungen möglich.
Fremde Grenzen achten. Zu spüren, wo das Eigene endet und das Fremde beginnt, ist die Bedingung für ein gesundes Miteinander, in dem der andere er selbst bleiben kann, ohne ein Eindringen befürchten zu müssen.
Die eigene Anwesenheit nicht beweisen. Die Einsicht, dass die eigene Anwesenheit in der Welt keine ununterbrochenen Beweise braucht, nimmt den Druck und den Zwang, Erwartungen zu entsprechen. Daher rührt auch die Achtung vor fremden Werten und Traditionen, selbst wenn sie mit den eigenen nicht übereinstimmen.
Geduld, warten können. Das Leben annehmen, wie es ist, und anerkennen, dass nicht alles sofort zu haben ist. Warten und beobachten zu können bereichert die Erfahrung und vertieft das Verständnis für den Prozess, nicht nur für das Ergebnis.
Die Welt kommt ohne volle Offenheit aus. Schweigen ist bisweilen die klügere Wahl als die bis zu Ende ausgesprochene Wahrheit. Nicht alles auszusprechen schenkt innere Ruhe.
Bedingungsloses Vertrauen in die Welt, in die Menschen und in sich selbst. Die Grundlage eines harmonischen Zustands: Vertrauen erlaubt zu handeln, ohne die eigenen Entscheidungen ständig zu begründen – weder vor sich selbst noch vor anderen.








