Bedürfnisse des psychopathischen Typs
Wer beim psychopathischen Typ etwas erreichen will, tut gut daran, seine Bedürfnisse zu kennen und zu wissen, woraus er Freude zieht. Sie ahnen es schon: aus allem, was seine Ängste ausgleicht und seine Bedürfnisse erfüllt.
Um das Bedürfnis zu erfüllen, Grenzen und das Universum zu erfassen, lieben sie
- Verletzungen fremder Grenzen, fremden Territoriums – denn so erfassen sie ihre Umgebung gestalthaft.
- Die ganze Wahrheit über andere und über sich selbst auszusprechen – denn dabei jubeln sie nach außen darüber, endlich „das Universum geformt“ zu haben
- „Lügner“ und „Heuchler“ zu entlarven – die haben ja „versucht, meine Welt zu zerstören“
Um sich selbst und der Welt die eigene Existenz zu beweisen (das Recht zu sein ist verletzt), tun sie Folgendes:
- Sie gehen ein Risiko ein, um sich lebendig zu fühlen – „ich bin da“. Genau deshalb betreiben psychopathische Typen Extremsportarten
- Sie lieben Sex und Völlerei als eine Art angenehmer Empfindungen. Das beweist ihnen wiederum die eigene Existenz. Entsprechend verschafft ihnen das Fehlen von Grenzen bei der Befriedigung körperlicher und sonstiger Bedürfnisse zusätzliche angenehme Empfindungen.
- Hohe finanzielle Einkünfte – auch sie beweisen: „ich bin da“.
Um das Bedürfnis nach Kontrolle durch Macht zu erfüllen, lieben sie
- Ihre Stärke zu entwickeln und zu beweisen, besonders die körperliche. Sport zu treiben ist angenehm. Und Kraft einzusetzen ebenso.
- Selbst gesetzte Ziele zu erreichen, Entscheidungen und Aufgaben umzusetzen. „Ein Mann hat es gesagt – ein Mann hat entschieden – ein Mann hat es getan“: Darin klingen Kontrolle und der Beweis der eigenen Existenz vor sich selbst zusammen.
- Sie ziehen Freude aus der Schonungslosigkeit gegen sich selbst und gegen andere.
Noch mehr Tiefenpsychoanalyse nach McWilliams
Der psychopathische Persönlichkeitstyp ist recht gründlich erforscht – vor allem durch Untersuchungen an Straftätern und ihren Motiven sowie durch die psychiatrische Praxis. Die Psychoanalytikerin McWilliams hat in ihrem Buch „Psychoanalytische Diagnostik. Das Verstehen der Persönlichkeitsstruktur im klinischen Prozess“ ziemlich tief unter die Motorhaube ihres Unbewussten geschaut
Weiterlesen ➜ „Psychopathen – wer, woher und wie?"
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