Das zwanghafte Markieren, das Beweisen der eigenen Anwesenheit in dieser Welt – ICH BIN! („Ich bin stark, ich kann mich schützen“). Schwierigkeiten, fremde Grenzen (äußere wie innere) wahrzunehmen, wenig Achtsamkeit und wenig Respekt ihnen gegenüber -> regelmäßiges Überschreiten fremden Terrains, fremder Grenzen. Verbaler „Exhibitionismus“, das Wahrheits-Drauflostum. Überkontrolle über die Situation und alle Beteiligten. Ein schwach entwickeltes Urvertrauen zu den Menschen, zur Welt, zu sich selbst.
Disharmonische und konflikthafte Persönlichkeitszüge
- Fremde Grenzen werden nicht eingehalten, nicht geachtet, verletzt.
- Wahrheitsliebe, das Wahrheits-Drauflostum („Ich sage Ihnen die ganze Wahrheit, auch wenn Sie das nicht hören wollen!“). Verbaler, seelischer „Exhibitionismus“ (alles erzählen, in allen Einzelheiten).
- Aufbrausendes Temperament.
- Schwierigkeiten mit dem emotionalen Empfinden, damit, sich als fühlender Mensch zu zeigen und Mitgefühl auszudrücken.
- Wenig Zurückhaltung beim Befriedigen körperlicher Bedürfnisse. Hedonismus über jedes Maß hinaus.
- Wenig Achtung, wenig Liebe für Traditionen, Werte und Rituale, die überholt und unbegründet erscheinen.
- Alles und sofort – erreicht wird es im Sturm.
- Übermaß an Pragmatismus, Unbarmherzigkeit, Berechnung.
- Herrschsucht. Überkontrolle über die Situation und alle Beteiligten. Bei aller Abneigung gegen Einschränkungen für sich selbst neigen sie dazu, anderen welche zu setzen
Harmonische Persönlichkeitszüge
- Stärke (in all ihren Facetten), Ausdauer.
- Mut, Entschlossenheit, Furchtlosigkeit, Unbarmherzigkeit gegen sich selbst.
- Körperliches Geschick.
- Selbstständigkeit.
- Die Fähigkeit, Hindernisse zu überwinden. Zielstrebigkeit.
- Schnelles Verzeihen (so rasch aufgebraust, so rasch wieder abgekühlt).
- Ein lebendiger, beweglicher, scharfer Verstand. Scharfsinn.
- Realitätsnähe. Pragmatismus.
- Die Leichtigkeit, Verantwortung für eigene Entscheidungen und deren Folgen zu übernehmen.
- Sinn für Humor.
- Sie verstehen es besser als andere, sich ein wirklich reiches und gesichertes Leben zu erarbeiten.
Ängste, Quellen des Unbehagens
- Schwäche und ihr Zeigen, ihr Sichtbarwerden.
- Verrat (gebrochene Versprechen, gebrochene Absprachen).
- Einschränkungen (starre) und unbegründete Verbote (körperliche wie moralisch-ethische).
- Ungleichheit, doppelte Maßstäbe, Ungerechtigkeit.
- Heuchelei der anderen, Lüge, Unaufrichtigkeit, Manipulation.
- Der Verlust der Kontrolle über die Situation und über die daran beteiligten Menschen.
- Dummheit, Oberflächlichkeit.
Quellen der Freude
- Fremde Grenzen und fremdes Terrain zu überschreiten.
- Die ganze Wahrheit über andere und über sich selbst auszusprechen.
- Das Risiko (um sich lebendig zu fühlen – „ich bin“).
- „Lügner“ und „Heuchler“ zu entlarven.
- Die eigene Stärke zu entwickeln und zu beweisen, vor allem die körperliche.
- Sex (als eine Art angenehmer Empfindungen)
- Hohe Einnahmen („ich bin“).
- Keine Einschränkungen beim Befriedigen der körperlichen und sonstigen Bedürfnisse.
- Selbst gesetzte Ziele zu erreichen, Entscheidungen und Aufgaben umzusetzen (ich habe entschieden –> ich habe es getan).
- Unbarmherzigkeit gegen sich selbst und gegen andere
Berufe (angenehme, zur Selbstverwirklichung)
- Sportler, Kämpfer (Kampfsport).
- Geschäftsleute (reiche, von der „Rubljowka“, der Villengegend der Moskauer Oberschicht).
- Kriminelle, Türsteher.
- Militär (Spezialeinheiten, Fallschirmjäger).
- Skandaljournalisten (Grenzüberschreitung, Wahrheit).
- Politiker.
- Polizisten, Kriminalbeamte, Ermittler.
- Stuntleute (Risiko).
Spiele – Rollen – Manipulationen
- „Du Dumme! Du hast mich verraten!“ „Ich habe dich gezeugt, ich werde dich auch …“ „Dann sollst du eben nicht …“
- „Frauen / Männern kann man nicht trauen, die sind alle Heuchler!“ „Man darf niemandem glauben!“
- „Ich sage Ihnen trotzdem die ganze Wahrheit. Schlagen Sie mich dafür, ich werde nicht weinen!“
- „Du willst nicht mich, du willst mein Geld / mich als Bedienung!“
- „Du bist ein Teil von mir. Wenn du gehst, reißt du ein Stück aus mir heraus.“
- „Die Schwachen muss man vernichten. Sie sind kein Mitleid wert.“
- „Schluss mit dem Gejammer und der Heulerei. Mach endlich!“
Das Erscheinungsbild
Ein geschlossenes, sattes, stimmiges Bild, bequeme und oft teure Kleidung; bei Frauen ist eine Abneigung gegen Weiblichkeit und Romantik in Stil und Ausdruck verbreitet
Die motorische Aktivität
Eindringend, die eigene Anwesenheit markierend, „gewichtig“
Persönlichkeitsentwicklung (Wege)
- Die Wirklichkeit emotional und mit dem Gefühl wahrnehmen
- Gefühle zeigen: Mitgefühl, Begeisterung, die eigenen Empfindungen ausdrücken.
- Anderen und sich selbst das Recht auf Gefühle, Emotionen, Schwäche und deren Ausdruck zugestehen.
- Die Überkontrolle über die Situation und die daran beteiligten Menschen loslassen.
- Ein Gespür für fremde Grenzen und Achtung vor ihnen entwickeln.
- Verstehen, dass man allen und sich selbst die eigene Anwesenheit in dieser Welt nicht unablässig beweisen muss.
- Achtung vor fremden Werten und Traditionen entwickeln, auch wenn sie einem selbst nicht gefallen.
- Verstehen, dass die Welt es aushält und weiterbesteht, auch wenn man den anderen nicht die ganze Wahrheit sagt, sondern etwas verschweigt.
- Ein bedingungsloses Vertrauen zur Welt, zu den Menschen, zu sich selbst entwickeln
- Geduld entwickeln (nicht nur alles und sofort, sondern Schritt für Schritt)







