Es war Liebe auf den ersten Blick. Sie mussten einander nur ansehen – und schon spielte die Welt in ganz anderen Farbtönen, sie bekam Farbe und Sinn ... Und das Ganze geschah in einer Kantine.
Hintergrund: Die Geschichten werden auf Grundlage der Rückmeldungen und mit Einverständnis der Klientinnen und Klienten veröffentlicht. Die Namen wurden bewusst geändert. Am Ende finden Sie den fachlichen Kommentar mit der Analyse dieser Beziehung.
Direkt zum fachlichen KommentarKennen Sie diese klassischen Speiselokale, die noch aus Sowjetzeiten überlebt und es irgendwie geschafft haben, auf kommerzielle Beine zu kommen? Sie haben sogar sämtliche Attribute einer Kantine bewahrt: vergrauende Spitzengardinen, niedrige Preise, den typischen Geruch und, wie man heute sagen würde, eine körperpositive Köchin mit einer riesigen Schöpfkelle. Solche Kantinen haben sich in den Randbezirken gehalten, wo jene Firmen unterkommen, die sich die gewaltigen Summen für schicke Büros à la Moscow City nicht leisten können. Hierher kommen Menschen der unterschiedlichsten Berufe, um schnell und günstig einen köstlichen Teller totgekochter Nudeln zu genießen, in der Sauce der unfassbar großen faschierten Laibchen daneben, dazu Buchweizengrütze mit Rindsleber wie früher in der Schule und andere Delikatessen, die man in den Innenstadtrestaurants der Hauptstadt mit der Laterne suchen kann.
Serjoscha kam schon lange hierher, seit er in seiner Firma angefangen hatte. Es war der Ort, an den man vor allen flüchten konnte – vor allem vor der Buchhaltung, die von Computern nicht die geringste Ahnung hatte und ihn jede Stunde wegen Problemen behelligte, die sich mit zwei Klicks lösen ließen, im äußersten Fall mit einem Neustart. Gerüchteweise wollten sie ihn verheiraten. Von wegen! Für so viel Verantwortung war er weder moralisch noch philosophisch bereit, und der Chefbuchhalterin nachzugeben, um damit einem ihrer „Mädchen“ das Leben zu verdüstern und sich selbst gleich mit – nein danke! Die Ehe ist eine ernste Sache, die man nicht Hals über Kopf entscheidet, und wenn es nur irgendwie wird, dann fängt man besser gar nicht erst an.

Lilja sah er sofort, kaum dass er die Kantine betreten hatte. Auf erstaunliche Weise hob sie sich von allen anderen ab. Ob durch die stilvolle, unaufdringliche Kleidung oder durch den kindlich verträumten Ausdruck. Konzentriert las sie in einem riesigen Buch und knabberte dabei geistesabwesend an einem Bleistift. Sehr sexy knabberte sie daran. Er blieb geradezu bewundernd stehen, so sehr, dass er „hängen blieb“, bis ihn die nachfolgenden Gäste anstupsten, endlich weiterzugehen. Und in diesem Moment hob sie die Augen.
Man sagt, alle Menschen spüren einen Blick, der auf sie gerichtet ist. Lilja konnte das ausgesprochen gut, und so bemerkte sie sofort den schrulligen, aber unglaublich netten und schüchternen Burschen. Dünn, ein wenig unbeholfen und irgendwie im Sandler-Look – kurz, ein klassischer Systemadministrator, der nur des Geldes wegen in die Arbeit geht und es fertigbringt, ebendort an seinem eigenen genialen Projekt zu basteln. Plötzlich rempelte ihn jemand von hinten an. Der Bursche stöhnte auf, konnte sich gerade noch auf den Beinen halten und trottete zerstreut zu den Tabletts. Er wirkte unglaublich zerbrechlich und harmlos, Lilja bekam sogar Lust, ihn zu beschützen. Und erst in der Schlange wagte er es, wieder in ihre Richtung zu sehen. Ihre Blicke trafen sich, und ihre Welt veränderte sich für immer, sie spielte in ganz anderen Farbtönen, bekam Farbe und Sinn.
Jetzt gingen beide mit Freude zum Mittagessen. Das tägliche Ritual, einander anzusehen und leicht zu lächeln, schenkte ihnen ein gemeinsames Geheimnis, ein ganz feines Erleben, eine Art mystischer Romantik. Und niemand wusste davon. Nach einiger Zeit ertappte sich Lilja dabei, dass sie beim Aussuchen der Garderobe daran dachte, wie sie diesem Burschen gefallen könnte. Und Sergej merkte selbst nicht, wie er genau jene T-Shirts mit Aufdrucken wählte, die dieses Mädchen ein bisschen breiter lächeln ließen; fast war er eifersüchtig, wenn sie nicht allein in der Kantine saß. Wobei sie es selbst dann schaffte, Zeit für ihren wortlosen Dialog zu finden. Als er aus dem Augenwinkel das Buch erkannte, das sie las, kaufte er sich sofort dasselbe, und nun lasen sie gemeinsam. Jeder an seinem Tisch, nur verstohlene, scheue Blicke tauschend, aber gemeinsam. Das nächste Buch „schlug“ er vor. Es hätte, dieses Buch, weiter in der untersten Lade seines Schreibtischs verstaubt, doch aus irgendeinem Grund war er sicher, dass genau dieses Buch ihr gefallen müsste. Und tatsächlich: Ein paar Tage später saß auch sie mit demselben Buch da, ließ sich dann so mitreißen, dass sie es in zwei Tagen verschlang. Und schon „schlug“ sie das nächste Buch zum Lesen vor.

Mehr geschah nicht, sie kannten nicht einmal die Namen des anderen – bis eines Tages ein Trupp Dienstreisender von irgendeiner zweitrangigen Konferenz in die Kantine einfiel. An jenem Tag blieb Lilja länger in der Arbeit, und als sie kam, war kein Platz mehr frei. Man hätte natürlich warten können, bis jemand einen Tisch frei macht – oder man konnte sich zu ebenjenem schüchternen Schatz setzen. Das hätte ihren Status quo zerstört und jene unsichtbare Bindung, die Lilja so kostbar war, doch andererseits begann die Ungewissheit sie zu belasten.
– „So ein Pech, es ist sonst nirgends mehr frei ...“, sagte sie ohne die geringste Spur von Bedauern und stellte ihr Tablett ihm gegenüber ab.
– „Ja, schrecklich“, freute er sich.
– „Eine gute Art zu sparen: alle zum Mittagessen in die Kantine schicken.“
– „O tempora ...“
– „Lilja.“
– „Serjoscha.“
Das Gespräch lief leicht und ungezwungen, wie von selbst. Sie verstanden einander mit halben Worten, sprachen die Sätze des anderen zu Ende und kamen einander auf Anhieb wie die vertrautesten Menschen vor. Es schien, als hätte alles auf der Welt seine Wichtigkeit verloren und als wäre die Zeit selbst stehen geblieben. Und warum hatten sie das nicht früher getan? Ein Anruf auf Liljas Telefon holte sie auf den Boden zurück.
– „Wo bist du? Die Besprechung fängt an!“
– „Oje!“
Wie sich herausstellte, hatten sie die Zeit völlig vergessen und damit auch das Ende der Mittagspause. Seltsamerweise brachte nicht einmal das Serjoscha dazu, sich zu beeilen – sollten doch die anderen rennen; Lilja dagegen war im Nu angezogen und stürmte in die Arbeit. Und am nächsten Tag saßen sie beim Mittagessen wieder nebeneinander. Jetzt war genau dieses gemeinsame Sitzen das Normale, dazu Gespräche von Herzen – aber weiter ging wieder einmal nichts. Monat um Monat, und bald war schon Neujahr. Es waren wunderbare Gespräche, die jede Mittagspause zu einem Ereignis machten, auf das man ungeduldig wartete, aber damit endete es auch. Und wieder wunderte sich Lilja. Sie wäre bereit gewesen, zur Abwechslung selbst die Initiative in der Beziehung zu ergreifen, doch der Gedanke, dass Serjoscha das womöglich gar nicht wollte, hielt sie zurück. Denn wenn man etwas will, macht man den Mund auf und sagt es. Und wenn man nichts sagt, ist offenbar alles in Ordnung. Also bestand die Möglichkeit, dass Lilja mit ihrer Initiative genau das Wertvollste zerstörte, wegen dessen sie überhaupt noch in diese blöde Arbeit ging. Dieses Risiko einzugehen war sie nicht bereit. Der einzige „Schritt nach vorn“ bestand unterdessen darin, dass sie nicht nur gemeinsam aßen, sondern in der Pause auch durch die Gegend spazierten.
Lilja hatte keine Ahnung, welche Leidenschaften sich in Serjoschas Firma abspielten. Dort war der wachsamen Buchhaltung nämlich aufgefallen, dass die Mittagspause für ihren Lieblingsjunggesellen plötzlich heiliger war als alles Heilige. Er lief um jeden Preis dorthin. Und kam von dort in letzter Sekunde zurück, immer in wunderbarer Stimmung, dazu las er seltsame neue Bücher und äußerte Ideen, die offensichtlich nicht seine eigenen waren ... Wunder über Wunder. Die Buchhaltung besprach das merkwürdige Verhalten des Systemadministrators mit dem Marketing, und da man sich mit Theorien nicht zufriedengeben wollte, verfolgte man ihn, um zu sehen, wohin er denn geht. Jetzt gab es für Gespräche weit mehr Anlass, besonders als sich herausstellte, dass es die ganze Zeit über beim Reden geblieben war. Da hielt es Nina Semjonowna, die Chefbuchhalterin mit beachtlicher Erfahrung, auch in Sachen Verkuppeln, nicht mehr aus.
– „Serjoschenka, ich habe dich dieser Tage ganz zufällig und völlig unerwartet mit einem sehr netten Mädchen gesehen ...“
– „Ja, Nin-Semjonowna ...“
– „Und was ist das für ein Mädchen?“
– „Ein ganz normales Mädchen ...“
– „Serjoscha, sag mir, ist das ernst? Darf ich mich freuen?“
– „Freuen ist für Menschen überhaupt immer besser ...“
Und so bei allen Fragen. Nina Semjonowna konnte sich empören, so viel sie wollte – aus Serjoscha auch nur irgendetwas Brauchbares herauszubekommen war aussichtslos. Diese Computerleute! Kannte Serjoscha selbst die Antworten? Eher ahnte er, wie er sich den Lauf der Dinge wünschte, doch er war aufrichtig überzeugt, dass sich alles von selbst fügen und zur richtigen Zeit auf die aus Sicht des Universums beste Weise ordnen würde. Er wollte gar nicht erst anfangen, darüber nachzudenken, was Lilja denkt, was sie will und was man sagen müsste. Das Universum weiß es besser, und wenn eines der kleinen, schwachen Menschlein zu viel von sich hielt und versuchte, sein Leben eigenhändig zu kontrollieren, bekam es früher oder später unweigerlich „eins über den Schädel“ und begriff, wo sein Platz ist. Und wenn das so ist, wozu dann überhaupt anfangen? Man muss genießen, was da ist, und sich auf das freuen, was kommt.
Lilja und Serjoscha feierten diese „Jubiläen“ nicht groß, doch Lilja spürte, dass sie gleichsam feststeckte. Olessja bereitete sich fröhlich auf die Hochzeit mit dem „Traummann“ vor, Swetka war in Gedanken schon in Karenz und strich sich alle Augenblicke über den riesigen, rund gewordenen Bauch – und Lilja plauderte weiter in der Kantine über das Leben, mit dem seltsamen Systemadministrator Serjoscha, der keinerlei Initiative zeigte. Und niemand wusste, wie viele Jahre sie so noch plaudern würden. Sie versuchte, sich einen „normalen Kerl“ zu suchen, legte auf verschiedenen Portalen Profile an und lief nach der Arbeit zu Verabredungen, doch keiner reichte auch nur annähernd an Serjoscha heran. Alle waren irgendwie verdächtig, undurchschaubar; Lilja konnte sich mit ihnen nicht einmal an einem Tisch entspannen, während Serjoscha schon so vertraut war, so nah. Solange Serjoscha in ihrer Nähe war, kam eine andere Beziehung definitiv nicht infrage. Aber konnte es eine mit Serjoscha geben, wenn er nicht einmal den Mund aufbekam, um zu sagen, was er eigentlich wollte?
– „Hol mich heute bitte nach der Arbeit ab“, sagte sie ihm beim Mittagessen. Er war einverstanden.
Und nach der Arbeit erzählte sie ihm irgendwie, dass niemand außer ihm ihr ein solches Gefühl von Sicherheit und Vertrauen gibt. Irgendwie – denn solche Gespräche lassen sich unmöglich im Voraus planen, was man sagt und wie. Im richtigen Moment finden sich die Worte von selbst und fließen heraus, treffend und passend. Und Serjoscha verstand sie plötzlich, noch bevor sie zu Ende gesprochen hatte.
– „Ich will nicht aufhören, mit dir zu reden“, brachte er hervor.
– „Aber wie soll es dann weitergehen? Serjoscha, ich kann so nicht ... Ich kann ehrlich so nicht ...“
Plötzlich brach Lilja auf die beschämendste Weise in Tränen aus. All das Erleben, das sie in sich behalten hatte, alle Fragen, alle Ängste und Emotionen brachen auf einmal heraus, und sprechen konnte sie überhaupt nicht mehr. Sie wurde von völlig unkontrollierbarem Schluchzen geschüttelt, und vor Tränen sah sie den Weg nicht mehr. Erschrocken legte Serjoscha den Arm um ihre Schultern und führte sie zur nächstbesten Bank; er redete irgendeinen Unsinn, um sie zu beruhigen, versuchte zu scherzen und strich ihr über Kopf und Rücken. Sie wollte aufhören, doch da war diese ganze Last an Gefühlen und Unausgesprochenem, all das, was sie gern gesagt hätte und nicht in Worte fassen konnte. Und nur Serjoscha war imstande, sie zu verstehen.
Und dann kamen sie irgendwie von selbst zu ihr nach Hause, aßen zu Abend und sahen die halbe Nacht irgendwelche Filme, vollständig angezogen im Bett liegend und über Nichtigkeiten plaudernd. Und danach fuhren sie zusammen in die Arbeit. Lilja bekam kurz Angst, dass sie in diesem Tempo noch zwei Jahre lang brüderlich nachts Filme schauen würden, doch für Angst blieb keine Kraft mehr. Und sie wurde auch nicht gebraucht. Alles geschah irgendwie von selbst, auch wenn Serjoscha nie laut aussprechen konnte, dass er es wollte. Und bald hatten beide das Gefühl, dass es eigentlich immer so gewesen war: dass sie immer zusammengelebt, immer nebeneinander eingeschlafen und immer gemeinsam gefrühstückt hatten. Man konnte sich schwer vorstellen, wie es anders hätte sein können.
Fachlicher Kommentar
Lilja ist der paranoide Persönlichkeitstyp. Für sie sind ängstliche, misstrauische, beunruhigende Anteile im Weltbild und in den überwertigen Ideen und Wünschen charakteristisch, dazu eine feindselige, misstrauische Einstellung zur Gesellschaft insgesamt und zu den Behörden im Besonderen; deshalb beobachtet sie lieber und bleibt im Schatten. Das sind jene rätselhaften Frauen, die immer ihre eigenen Gedanken haben, klug, gebildet und oft sehr wählerisch. Häufig kann niemand ganz durchschauen, warum sie etwas tun oder nicht tun. Sie wird der Wahrheit auf den Grund gehen wollen und alle durchschauen, bevor man sie durchschaut. Sie ist eine hervorragende Analytikerin, die bis zum Kern vordringt und jedes noch so verwickelte Geflecht entwirrt. Ebenso charakteristisch sind für sie überwertige, sehr wichtige und umfassende Ideen und zugleich ein inneres Verbot, sie direkt und offen umzusetzen. Kleine Wünsche kann sie dabei ignorieren.
Serjoscha ist der Frustrations-Persönlichkeitstyp (vermeidend). Die Grundlage seiner Persönlichkeit ist ein inneres Verbot gegen den schnellen, plötzlichen, unüberlegten Start und ebenso gegen das Abschließen, das Erreichen; er wird ständig bremsen. Er hat das Bedürfnis nach Langsamkeit und nach Bedachtheit in allem, was er tut, denn lieber etwas Wichtiges nicht tun als tun, lieber nicht sagen als sagen; dazu kommt die Abneigung gegen Förmlichkeit, Pomp, übertriebene Strenge und Ernsthaftigkeit. Er misstraut der Logik, erkennt über die eigene Erfahrung und hat Schwierigkeiten damit, negative Ergebnisse seines Handelns und die Verantwortung für seine Entscheidungen anzunehmen. Für ihn ist es typisch, Fristen hinauszuzögern und Vereinbarungen und Absprachen nicht rechtzeitig oder gar nicht einzuhalten.
Am Anfang einer Beziehung zwischen einer Frau des paranoiden Typs und einem Mann des Frustrationstyps wissen beide, spüren beide: Da ist ein Funke ... und es geschieht nichts. Manchmal kann sich so eine Romanze über Jahre ziehen. Häufig ist es ein Verlieben auf den ersten Blick, und die Hauptsache ist, sich mit den Augen festzuhaken: Man begegnet einander, sieht sich in die Augen und hat sofort alles verstanden. Und keiner unternimmt einen Schritt aufeinander zu, bis die Umstände sie zu einem deutlicheren Kontakt zwingen. Eher wird er die Entscheidung treffen, dass er will, und dann beginnen die „faulen Intrigen“: Keiner der Außenstehenden ahnt, dass all das eingefädelt ist. Erst wenn etwas völlig Unerwartetes geschieht, eine Art „Zusammenstoß mit der Realität“, muss man die Karten offenlegen.
Menschen des Frustrationstyps wollen keine Verantwortung übernehmen. Ihnen ist wichtig, dass alles natürlich geschieht, gleichsam von selbst. Doch wenn man ihn in die Enge treibt, erzählt er vielleicht, wie er die Entscheidung getroffen hat, welche Schritte er unternommen hat, was dafür getan wurde und welche Leute in diesen Prozess einbezogen waren. Und in einem bestimmten Moment spürt sie die Kraft dieser Einwirkung, begreift, dass sie schon eingefangen ist – aber sanft und zart, und sich loszureißen mag sie gar nicht so sehr. Eingefangen schon, doch der Grad an Freiheit ist ausreichend, gezwungen wird sie scheinbar nicht, und weg kann sie ohnehin nicht mehr.
Er beginnt praktisch immer zu handeln, ohne auf eine lange Beziehung zu setzen, aber auch nicht auf eine kurze. Er lässt sich auf das Spiel ein mit den Worten „schauen wir, was daraus wird“, und landet ziemlich oft in sehr langen Beziehungen. Überhaupt bevorzugen Männer des Frustrationstyps lange Beziehungen: Es ist ihnen zu mühsam, Kraft in ständige Affären zu stecken. Ihre wichtigste erogene Zone ist das Gehirn. Sie erregt der Gedanke, was für einen Kopf man haben muss, um all das so einzufädeln. Das begeistert sie, und es beginnt eine direkte Beziehung.
In der Regel geht die Initiative von ihr aus. Doch die Initiative ist sehr raffiniert: Sie provoziert ihn zu aktivem Handeln, etwa über ein „niemand außer dir“. Die Beziehung beginnt im Stil einer Fortsetzung des Märchens. Er zieht sie in seinen Raum hinein, in seine Abläufe, in seine Angelegenheiten.










