Fersenschmerz beim Gehen nach dem Aufstehen

Fersenschmerz beim Gehen nach dem Aufstehen

Sie wachen auf, stehen aus dem Bett auf – und kaum liegt das Gewicht auf den Füßen, durchfährt Sie ein Schmerz in der Ferse. Die Ursache ist eine Plantarfasziitis, eine der häufigsten Beschwerden in der Orthopädie. Genauer wäre der Name Fasziose, denn es handelt sich um eine degenerative Veränderung und nicht um eine Entzündung. (Die Endung „-itis“ steht für Entzündungen: Rhinitis, Gastritis und so weiter.)

Die Plantarfaszie verbindet die Ferse mit dem Vorfuß und wirkt beim Gehen wie ein Stoßdämpfer, der das natürliche Fußgewölbe hält. Der Bandapparat des Fußes ist täglich „Verschleiß“ und großen Belastungen ausgesetzt, und dabei entstehen die Schäden an den Bändern. Die Folge: Steifheit, Unbehagen und Schmerz.

  • Symptome der Plantarfasziitis
  • Ursachen
  • Diagnostik
  • Behandlung
  • Vorbeugung
  • Erholung nach einer Plantarfasziitis

In den meisten Fällen vergeht der Fersenschmerz beim Gehen mit einer Selbstbehandlung: Kühlkompressen, Gymnastik und Dehnung, über einige Monate hinweg,

Symptome

Die Hauptbeschwerde bei einer Plantarfasziitis ist Schmerz an der Unterseite der Ferse sowie an der Fußsohle, eher in Richtung Mitte. Betroffen ist meist ein Fuß, die Beschwerden können sich aber an beiden Füßen entwickeln.

Der Schmerz bei einer Plantarfasziitis nimmt allmählich zu. Er kann dumpf und ziehend sein, aber auch stechend. Manche Menschen spüren ein dauerndes Brennen.

Typisch ist der Morgenschmerz, wenn Sie gerade erst die ersten Schritte nach dem Aufstehen machen – oder nach langem Sitzen oder wenn Sie eine Zeit lang liegend geruht haben. Auch Treppensteigen fällt schwer, weil die Bänder des Fußes gespannt sind.

Während der Bewegung spüren Menschen mit einer Plantarfasziitis meist kein Unbehagen; der Schmerz kommt eher direkt danach, wenn die Tätigkeit endet.

Ursachen

Die Ursache der Plantarfasziitis ist bis heute nicht vollständig geklärt. Bekannt ist: Das größte Risiko tragen Männer wie Frauen zwischen 35 und 70 Jahren, die aktiv leben. Bei Frauen kommt sie etwas häufiger vor als bei Männern. Auch in der Schwangerschaft kann eine Plantarfasziitis auftreten, besonders in den späten Monaten.

Das größte Risiko für Fersenschmerzen tragen Menschen mit Übergewicht. Das hängt unmittelbar mit dem erhöhten Druck auf die Faszien des Fußes zusammen, besonders wenn die Kilos schnell und unerwartet dazugekommen sind. Ungünstig ist auch Arbeit, bei der man lange auf den Beinen ist – Servicekräfte, Zugbegleiterinnen und Ähnliches.

Plattfuß, Knickfuß, verkürzte Achillessehnen und andere Veränderungen der Füße gehören ebenfalls zu den Faktoren, die den Fersenschmerz beim Gehen nach dem Aufstehen auslösen.

Manche Ärztinnen und Ärzte meinen zwar bis heute, eine Plantarfasziitis entstehe bei Menschen mit Fersensporn – das stimmt jedoch überhaupt nicht.

Diagnostik

Zur Abgrenzung von anderen Ursachen untersucht die Fachärztin oder der Facharzt den Fuß, um die betroffene Stelle genau zu bestimmen und sicherzugehen, dass der Schmerz nicht von einer anderen Störung kommt.

Bei der Untersuchung wird geprüft:

  • wie sich der Schmerz bei Druck und Bewegung verändert;
  • ob Rötungen oder Schwellungen vorliegen;
  • die Reflexe;
  • der Muskeltonus;
  • Koordination und Gleichgewicht.

Zusätzlich kann eine Röntgenaufnahme oder ein MRT angeordnet werden, um andere Ursachen des Fersenschmerzes auszuschließen – zum Beispiel einen Knochenbruch.

Behandlung der Plantarfasziitis

Zur Selbsthilfe bei Fersenschmerz beim Gehen nach dem Aufstehen gehören: ausreichende Ruhe, Kühlkompressen, entzündungshemmende Mittel und spezielle Übungen. Wichtig ist, dass die Übungen und die tägliche Bewegung keinen Schmerz auslösen oder verstärken.

Nach der Untersuchung können folgende Behandlungen verordnet werden:

  • Ultraschall;
  • Kortikosteroid-Injektionen;
  • Stoßwellentherapie;
  • orthopädische Hilfsmittel.

Wenn die Beschwerden innerhalb von 9 bis 12 Monaten nicht abklingen, wird eine Operation vorgeschlagen.

Ergänzung. Ätherische Öle

Ätherische Öle bei Schmerzen in Ferse und Fuß:

  • Lavendelöl;
  • Zitronengrasöl;
  • Eukalyptusöl;
  • Rosenöl.

Vergessen Sie nicht, das ätherische Öl vor der Anwendung mit einem Basisöl zu verdünnen (Oliven-, Mandel-, Kokosöl …). Sie können auch eine Duftlampe nehmen (nicht für die Massage, sondern um die Dämpfe einzuatmen) oder ein Bad mit ein paar Tropfen Aromaöl nehmen.

Vorbeugung

Ein paar einfache Änderungen im Alltag helfen Ihnen, Schmerzen in Ferse und Fuß zu vermeiden.

  • Tragen Sie Schuhe, die das Fußgewölbe stützen, und tauschen Sie sie regelmäßig gegen neue aus, vor allem Sportschuhe (beim Laufen sind das 600 bis 700 km „Laufleistung“).
  • Nehmen Sie Schwimmen oder Radfahren in Ihren Wochenplan auf. Vermeiden Sie Überlastung. Dehnen Sie vor dem Training unbedingt Wadenmuskulatur, Achillessehne und Plantarfaszie.
  • Halten Sie Ihr Gewicht im günstigen Bereich. Bei Übergewicht: Versuchen Sie abzunehmen, um die Plantarfaszie und die Gelenke insgesamt zu entlasten.
  • Kommen Sie zu unseren Treffen im Klub „Freuds Erbe“. Erfahren Sie mehr. Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!

Wir treffen uns hier >>> https://freud.online/events