Was der schizoide Typ stärken sollte
Das ist keine Liste von Mängeln – die Stärken hat dieser Typ bereits. Hier steht, was ihm meist fehlt und was sich durch Übung aufbauen lässt.
Kurz: die Kraft der Ideen zügeln · auf Augenhöhe mit Menschen sein · anerkennen: Das Leben verläuft nicht nach Plan · die Freiheit der anderen anerkennen · den Idealismus weicher machen · dauerhafte Nähe · die eigenen Eigenschaften lassen sich beschreiben
Die Kraft der Ideen zügeln. Die reiche Innenwelt bringt Ideen hervor, die sich schwer umsetzen lassen. Die Aufgabe: den eigenen Anspruch mit der Realität abgleichen und anerkennen, dass nicht jede Idee von anderen aufgenommen oder umgesetzt wird.
Auf Augenhöhe mit Menschen sein. Anerkennen, dass auf dem eigenen Territorium – in der Familie, in der Arbeit – lebendige Menschen mit eigenen Wünschen leben. Das mildert die Isolation und macht Bindungen möglich, die auf gegenseitigem Verstehen beruhen.
Anerkennen: Das Leben verläuft nicht nach Plan. Die Entzauberung des „Größenwahns“: Die Welt muss niemandes Ideen entsprechen. Wer das annimmt, ist die chronische Enttäuschung los.
Die Freiheit der anderen anerkennen. Jeder ist frei in seiner Wahl. Daraus wächst Empathie, und die Erwartung verschwindet, die anderen würden nach einem fremden Plan handeln.
Den Idealismus weicher machen. Zulassen, dass sich ein Vorhaben mit Abweichungen vom idealen Schema verwirklicht. Flexibilität bringt die Freude zurück – am Prozess und am Ergebnis, nicht nur an der Übereinstimmung mit dem Ideal.
Dauerhafte Nähe. Sich öffnen, Gedanken und Gefühle teilen, die Nähe des anderen annehmen. Tiefe, vertrauensvolle Beziehungen sind das direkte Gegenmittel gegen den Hang zur Isolation und der Weg zur emotionalen Reife.
Anerkennen, dass sich die eigenen Eigenschaften beschreiben lassen. Einzigartigkeit macht einen Menschen nicht unbeschreiblich. Das ist ein Schritt zur Selbstakzeptanz: Wer sich nüchterner sieht, entdeckt, dass die eigenen Besonderheiten kein Hindernis sind, sondern eine Stärke.








