Der Gang zu einer Fachperson ist heute in Mode gekommen. Selbst das Kino zeigt uns immer häufiger Szenen aus dem Berufsalltag der Beratung, mitsamt ganzen Ausschnitten aus den Sitzungen. Was treibt uns in letzter Zeit zu diesem Schritt – dass wir bereit sind, jenen unerträglichen Schmerz in uns zu teilen, mit dem wir uns so lange eingerichtet haben?
Je älter wir werden, desto mehr beschäftigen uns existenzielle Fragen. Wir wollen bewusster leben, ohne dauernden Kraftakt, wollen genießen, was wir erreicht haben. Doch die Kinder wachsen, wir werden älter – und da schleicht sie sich an, die vielzitierte Krise der Lebensmitte. Mir kommt dann der Satz in den Sinn: „Es gibt eine Zeit, Steine zu werfen, und eine Zeit, Steine zu sammeln.“ Man könnte meinen: Lebe und freu dich. Doch weit gefehlt. Wir beginnen Bilanz zu ziehen, und mancher kommt zu dem Schluss, dass das Leben an ihm vorbeigegangen ist und er noch gar nicht gelebt hat. Die Lebenskraft ist verbraucht, die Reserven sind aufgezehrt, und nachfüllen lässt sich nichts mehr. Dann suchen wir jene Fachperson, die uns zusammenflickt, uns einen Tropfen Hoffnung gibt und einen Lichtstrahl, der den Weg hinaus aus dem dunklen Reich weist, das wir uns selbst gebaut haben. Wir kommen also zu einer Fachperson – und Gott sei Dank, wenn wir an jemanden geraten, der selbst gut gearbeitet hat und Erfahrung mitbringt und uns mit seiner gesunden Seite, oder wenigstens einem Teil davon, ein Stück heilen kann.
Was fühlen Sie, wenn Sie den Raum wieder verlassen? Neue Kraft, weil das innere Begreifen Ihrer eigenen Prozesse ein Stück jener Sackgasse aufgebrochen hat, auf deren Grund Sie längst sitzen? Euphorie – oder Enttäuschung über vergeudete Zeit und vergeudetes Geld? Wenn Sie mein Thema interessiert, lade ich Sie zu einem Gespräch ein: Erzählen Sie mir von Ihrer Erfahrung.







