Die wahre Natur. Kennenlerngeschichte Nr. 12

Die wahre Natur. Kennenlerngeschichte Nr. 12

Eines der größten Probleme heutiger Beziehungen sind aus meiner Sicht die vielen Stereotype: Eine Frau muss schwach sein, eine Frau muss sich anpassen, eine Frau muss den Haushalt stemmen, ein Mann muss brutal sein, ein Mann muss verdienen, ein Mann muss Hausarbeit verachten, ein Mann muss alles bezahlen … Die Liste ließe sich lange fortsetzen.

Hintergrund: Die Geschichten werden auf Grundlage der Rückmeldungen und mit Einverständnis der Klientinnen und Klienten veröffentlicht. Die Namen wurden bewusst geändert. Am Ende finden Sie den fachlichen Kommentar mit der Analyse dieser Beziehung.

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Immer wieder erlebe ich in Gesprächen, dass Frauen mit aktiven Persönlichkeitstypen sich ihrer Aktivität schämen und ständig Passivität vorspielen. Passive Männer geben umgekehrt mit letzter Kraft den Macho. Die Ironie dabei: Die Menschen kennen sich selbst kaum, und weil sie sich nie mit sich beschäftigt haben, spielen sie irgendein luftiges „Ideal“, nur um zu gefallen. Ein Leben lang spielen lässt sich aber nicht. Die wahre Natur bricht immer aus dem Käfig aus, so stabil der auch gebaut sein mag – die Frage ist nur, wen die Trümmer dieses Käfigs treffen.

Sweta und Grischa waren genau solche Schauspieler. Kennengelernt haben sie sich, während sie auf ihre idealen, passenden Partner warteten – bei den Online-Treffen unseres Klubs. Streng genommen passten auch sie zueinander, nicht ideal und harmonisch, aber gut genug, dass daraus wieder eine Erfolgsgeschichte wurde.

Swetlana

Swetlana war eine strahlende, emotionale Schönheit, ein Mensch, der sich schnell begeistert und Hobbys wechselt wie andere Leute Handschuhe. Selbst für die Online-Treffen hatte sie stets perfektes Make-up und ein schönes Outfit. Sie ging online wie auf eine Bühne, schaffte es immer, alle Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, und badete zufrieden darin. Dabei hatte sie einiges an Lebenserfahrung hinter sich: Skandale, brutale Partner, dramatische Beziehungsklärungen. Diese Erfahrung mit reichen und dominanten Partnern – dazu eine Ehe, aus der sie nach zwei Jahren Krieg eine recht ansehnliche Wohnung im Zentrum und einen Wagen der Oberklasse mitnahm – hatte sie überzeugt: Eine Frau habe still, unauffällig und fürsorglich zu sein, müsse sich selbst versorgen und dürfe den „Idioten“ – so nannte sie flott alle ihre Ex-Partner – nicht hinterherlaufen.

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Das führte dazu, dass sie bei jedem Date das scheue Rehkitz Bambi gab: bescheiden mit den Wimpern klimpern, sich ständig auf die Zunge beißen, um nichts Falsches zu sagen, künstlich über unlustige Witze kichern – und dann restlos enttäuscht nach Hause fahren, wo sie den Frust regelmäßig mit Fastfood und Mikrowellenessen hinunterschlang. Manchmal setzte sich die wahre Natur doch durch: Sweta veränderte sich mitten im Date vor aller Augen, wurde aggressiv-sexuell und beängstigend direkt, was die Männer ihren Worten nach völlig erstarren ließ. Häufiger meldete sich ihre Natur ein, zwei Wochen später, wenn sie sich in die Frage hineinsteigerte, warum er denn nicht anrufe, ihn mit hundert SMS überschüttete und ihm eine Szene machte, er respektiere sie nicht.

Grischa

Ein ähnliches Problem hatte Grischa. Sonst ein sehr ruhiger, häuslicher, stiller Perfektionist, hilfsbereit bis zu dem Punkt, dass in seinen Hosen- und Jackentaschen Werkzeug und Hilfsmittel für alle Lebenslagen steckten, wahrscheinlich sogar eine Mini-Apotheke; korrekt und rational und dabei bis unter die Haarwurzeln Romantiker und Idealist … Sobald ein Date anstand, veränderte er sich von Grund auf: am Vortag zum Friseur, dann ein Anzug wie für ein Begräbnis, ganz gleich, ob er zum Anlass passte oder nicht. Zum Einsatz kamen alle verbotenen Tricks – etwa die Aufzählung seiner Immobilien und der Vortrag darüber, welche Vitamine eine Frau über 35 nehmen müsse, damit die Kinder nicht geistig behindert zur Welt kämen.

Grischa spielte mit aller Kraft den fürsorglichen, allmächtigen Macho, der genau weiß, was er will – auch wenn er dabei völligen Unsinn erzählte. Waren die vorbereiteten Themen erschöpft, erstarrte Grischa, lächelte idiotisch und mimte aufmerksames Zuhören. Blieb die Frau interessiert und bestand auch nur die geringste Aussicht auf Nähe oder wenigstens einen Kuss, verschwand Grischa mit olympiareifer Geschwindigkeit aus dem Blickfeld und beschwerte sich hinterher lautstark, die nächste Kandidatin sei irgendwie nicht genug gewesen. Seine Liste an Anforderungen an künftige Bräute war in ihrer Fülle, ihrer Widersprüchlichkeit und ihrer Kompromisslosigkeit beeindruckend. Wenn er gerade weder Dates noch Online-Treffen unseres Klubs hatte, jammerte er, dass er Familie und Kinder wolle, und … aß sein Gefühl, überflüssig zu sein, zusammen mit dem Stress in der Arbeit hinunter. Überschritt sein Gewicht eine bestimmte Marke, nahm er sich zusammen und begann die nächste Diät – welche Frau würde schon auf seinen Bauch schauen – und wurde noch böser und noch kategorischer, denn ein Mann muss ja …

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Doch auch bei ihm setzte sich die wahre Natur durch. Bald bemerkten alle Frauen in den Online-Treffen und Diskussionsrunden, was für ein nützlicher, ruhiger und allwissender Mann ihre Gesellschaft da auflockerte: handwerklich zu allem fähig, in jedem denkbaren Problem bewandert, von Gesundheit bis Computerreparatur; wie gründlich er jede Frage aufdröselte – und wie vollkommen unfähig er war, „Nein“ zu sagen; mehr noch, er bot sich von selbst an, um irgendjemandem zu helfen.

Viele unserer Klientinnen sahen darin eine neue, stets verfügbare Freundin. Swetlana aber begriff: Genau so ein unwirkliches Weltwunder muss man sich nehmen, bevor es andere wegschnappen. Bald kam eine Frage von ihr in mein persönliches Postfach – wie kompatibel sie und Grischa seien. Ich antwortete ehrlich, dass diese Verbindung möglich und unter einigen Bedingungen sogar recht harmonisch sein kann. Swetlana genügte das, und schon beim nächsten Online-Treffen ging sie zum Angriff über.

Was man auch über Stereotype sagen mag: Erheben Sie niemals, hören Sie, unter keinen Umständen Anspruch auf ein weibliches „Gemeingut“ – und als solches galt derzeit Grischa. Swetas Vorstoß löste eine Revolution aus. Grischa wurde plötzlich von allen und sofort gebraucht, doch auch Sweta war nicht auf den Kopf gefallen. Um das, was sie für ihres hielt, konnte sie meisterhaft kämpfen, und so hörte Grischa bald auf, zu den Online-Treffen zu kommen – dafür traf er sich mit Sweta in der Wirklichkeit. Swetlana verschwand ebenso klug bis auf Weiteres und ließ die übrigen Teilnehmerinnen nach Luft schnappen und fragen: Ach so, das war also auch erlaubt?

Die erste Katastrophe

Das erste Date war in seiner naiven Unnatürlichkeit atemberaubend. Swetlana bemühte sich nach Kräften, bescheiden und anständig zu sein: Sie überließ Grischa die Initiative bei der Wahl des Lokals, flocht sich einen schlichten Zopf, beschränkte sich auf ein Minimum an Schmuck, kleidete sich beinahe wie eine Kirchgängerin und nahm sich vor, den ganzen Abend nichts anderes zu tun, als Grischa zu loben – denn trotz meiner „Einführung“ zu den passiven Persönlichkeitstypen saß der Gedanke, ein Mann müsse der Stärkere sein, bei Sweta bereits tief im Rückenmark. Auch Grischa zog seinen Allzweck-Begräbnisanzug an, holte sich den Rat seiner Freunde ein, dass die Jugend heutzutage gern Sushi esse, stellte sich innerlich darauf ein, die nächste Diät zu brechen, die ihm Alkohol verbot, und hob am Bankomat reichlich Geld ab. Wenn schon, denn schon!

Grischas Eigenwerbung versetzte Sweta in Schrecken. Hätte sie ihn nicht von den Online-Treffen gekannt, wäre sie wohl längst geflüchtet. Grischa war, seinen eigenen Worten nach, ein unglaublich beschäftigter Geschäftsmann, dessen Tag 30 Stunden hatte, und das ohne Schlafpause; seine Kolleginnen und Kollegen in Arbeit und Hobby wiederum waren allesamt haarsträubende Idioten und Saboteure, die nicht die leiseste Ahnung hatten, was es heißt, etwas ordentlich zu machen. Alle Frauen waren Monster auf der Suche nach unverbindlichem Sex, die sich nicht im Geringsten für Familie und Kinder interessierten. Ein eigenes Kapitel war Grischas Vater, dessen Lebensziel darin bestand, Grischa persönlich das Leben zu verderben und nebenbei auch Grischas Mutter. Aber Grischa, der sei ja anders, er werde ganz bestimmt Zeit für Familie und Kinder finden, und solange es weder Familie noch Kinder gebe, drehe er sich eben im Hamsterrad – und wie ihm die Frau seines Bruders gesagt habe: Wenn eine Frau ihn nicht zu schätzen wisse, dann sei das ihr Problem!

Sweta stand kurz vor der Panik. Grischa verkörperte im wirklichen Leben plötzlich vieles von dem, was sie sich zu meiden geschworen hatte. Sie hätte am liebsten geschrien und mit den Armen gefuchtelt, stattdessen zwang sie sich aus irgendeinem Grund zum Schweigen und spülte den Stress mit Wein hinunter. Auch bei Grischa setzte Panik ein: Die strahlende, interessante Frau entpuppte sich als eingeschüchterte Säuferin, die sich anzog, als wollte sie ihn vergraulen. Er war ja schon gewohnt, dass Frauen ihn hinhielten, aber gewöhnlich später und nicht gleich beim ersten Date. Eine Frau in diesem Zustand einfach sitzen zu lassen, erlaubten ihm allerdings weder sein Gewissen noch seine Erziehung.

Der Wein half Swetas wahrer Natur, die sorgfältig aufgebaute „Rüstung“ zu durchbrechen. Sie löste erotisch den Zopf, öffnete den Kragen und ging zum Frontalangriff über – und erklärte nebenbei, sie verstehe überhaupt nicht, wo dieser liebe, häusliche, fürsorgliche Grischa geblieben sei, der ihr bei den Online-Treffen des Klubs so gut gefallen habe.

„Gr-ri-i-ischa, komm da raus!“, forderte sie und versuchte, ihm das verhasste Sakko auszuziehen. Grischa erstarrte und vergaß zu atmen. Diese betrunkene Verrückte machte sich also auch noch an ihn heran! Andererseits hatte sie selbst gesagt, dass ihr der „normale“ Grischa gefiel und nicht der, den er hier mit aller Kraft spielte. Also war er selbst schuld? Die Gedanken jagten ihm mit Höchstgeschwindigkeit durch den Kopf, von „Was tun?“ über „Wie bin ich hier hineingeraten?“ bis „Diese verdammten Seelenklempner“. Seine Hände dagegen bezahlten wie von selbst das Abendessen, legten sich fürsorglich um Sweta und brachten sie in Grischas Wohnung ganz in der Nähe. Ihren Protesten zum Trotz legte er Sweta auf seine Couch, zog ihr nur die Pumps aus, setzte ihr fürsorglich seine Plüschtiere daneben, stellte eine Flasche Wasser hin und stürzte endlich aus dem Zimmer, wo er sich mit dem Rücken gegen die Tür stemmte, damit Sweta ihm um Gottes willen nicht weiter nachstellte. Er war sicher, kein Auge zuzutun, also blieb er einfach vor der Tür sitzen und blätterte am Handy durch irgendwelche Seiten. Gegen drei Uhr früh schlief er ein, ohne es selbst zu merken.

Das Aufwachen

Sweta wachte umgeben von Plüschmäusen und Plüschhasen auf. Auf dem Nachtkästchen stand die rettende Flasche Wasser. Der Vortag lag im Nebel, gut geendet hatte er offensichtlich nicht. Mit Mühe erinnerte sie sich an einen Teil der Szenen und erschrak zutiefst: Dieser irdische Engel Grischa hatte all ihre Auftritte ertragen, die erinnerten wie die vergessenen, und ihr am Ende auch noch sein Bett überlassen. Grischa fand sie friedlich schnarchend auf seinem zerknüllten Sakko vor der Tür.

Später erzählten die beiden lachend, Sweta sei es unerträglich peinlich gewesen, sie sei schon bereit gewesen, aus seiner Wohnung zu fliehen, aus der Stadt, womöglich sogar aus dem Land. Und dann habe sie begriffen: So männlich wie Grischa hatte sich keiner ihrer Verehrer je verhalten, und so etwas darf man auf keinen Fall vorbeiziehen lassen. Statt der überstürzten Auswanderung machte sie also Frühstück.

Grischa kannte die Meinung seiner zahlreichen Freunde genau: Er verschwende seine Zeit an Frauen, bei denen ohnehin nichts mehr zu holen sei. Er bemühte sich, im Guten auseinanderzugehen statt zu streiten, und endete am Ende als die sprichwörtliche Schulter zum Ausweinen, an der sie alle fröhlich schluchzten, wenn ihre neuen Beziehungen scheiterten. Sicher hätten seine Freunde auch verurteilt, dass er nach diesem Abend mit Sweta frühstücken und plaudern wollte. Aber genau beim Frühstück hörten beide auf, sich zu verstellen, und er spürte jene Seelenverwandtschaft und Nähe, die ihm sein Leben lang gefehlt hatte.

Natürlich war das erst der Anfang des Weges. Grischa wäre nicht Grischa, hätte er nicht eine recht lange Phase mit Blumen und Pralinen durchgehalten, in der sowohl die Initiative zu Küssen als auch das Händchenhalten allein von Sweta ausging. Sie schleppte ihn auf Tanzabende und Feiern, ließ ihm keine Zeit, zur Besinnung zu kommen, und gab seinem Leben auf irgendeine Weise Sinn und Farbe. Grischa hatte nie richtig gewusst, wie man sich Frauen gegenüber verhält, doch mit Sweta war das seltsamerweise unwichtig. Bis er begriff, was zu tun wäre, war ohnehin schon alles erledigt, und Sweta blickte begeistert auf „ihren Helden“. Sie bekam genau das, was sie gesucht hatte: jemanden, der sie so annimmt, wie sie ist, mit allen Launen und Eigenheiten, einen verlässlichen Halt und Rückhalt, an dessen Seite sie sichtlich ruhiger und friedlicher wurde. Dass er bereit war, ihr absolut alles zu verzeihen, hielt sie auf erstaunliche Weise davon ab, sich allzu viel herauszunehmen. Und ihre erstaunliche Fähigkeit, kurzen Prozess zu machen – aber dort, wo es nötig war –, half ihm völlig unbemerkt, im Leben Prioritäten zu setzen und aufzuhören, alles für alle zu erledigen; die Familie wurde zur absoluten Priorität. Vor allem aber mussten sie einander nichts mehr vorspielen, denn sie mochten sich ohnehin sehr.

Video preview

Wie sich ihre Beziehung weiterentwickeln kann, zeigt ein Paar aus dem Film „Die Insel der verschollenen Schiffe“ von Jewgeni Ginsburg und Rauf Mamedow: Trepatsch (der „Schwätzer“) und Maggie. Eine wilde Liebe und große Nähe – wobei Maggie der Star der ganzen Gegend ist, die Aufmerksamkeit aller Matrosen auf sich zieht, frei und unbändig; an Trepatsch dagegen hängen ihre vielen Kinder, der Haushalt daheim und der Haushalt der ganzen Insel. Und aus diesen oder jenen Gründen – die Kinder, die Familie, seine wahnsinnige Liebe zu ihr – verzeiht Trepatsch Maggie absolut alles.

Fachlicher Kommentar

Der kompulsive Persönlichkeitstyp, der Grischa ist, stützt sich in allem auf Traditionen, gesellschaftliche Regeln, Vorschriften und Logik. Solchen Menschen ist es wichtig, korrekt und gebraucht zu sein, und sie leben viel leichter, wenn es im Leben eine äußere Führung gibt. Diese Führung muss allerdings ihrer inneren Haltung entsprechen. Grischa verbeißt sich so sehr in diese Regeln und in die Korrektheit, dass er sich selbst zu verlieren beginnt: Er will den Anforderungen der Gesellschaft entsprechen und alles nur Erdenkliche erfüllen, um für alle gut zu sein. Innerhalb vorgegebener Grenzen und Rahmen fällt es ihm deutlich leichter, Initiative zu zeigen, sonst verliert er beinahe den Halt. Zu seiner Rettung und zu seinem Halt wird Sweta, die in den entscheidenden Momenten ihrer Geschichte die aktive Position einnimmt und die Initiative ergreift.

Mehr über den kompulsiven Persönlichkeitstyp

Swetas Persönlichkeitstyp ist der hysteroide. Wie alle Vertreterinnen dieses Typs ist sie eine aktive, emotionale, strahlende und auffällige Frau, der Aufmerksamkeit für die eigene Person sehr wichtig ist. Ebenso wichtig waren ihr immer Wohlstand, Auskommen und Besitz, weshalb sie ebenso aktive und durchsetzungsstarke Männer bevorzugte. Zwei aktive Persönlichkeitstypen müssen lernen, sich zu einigen, sonst geraten sie oft in Konflikt – genau das geschah in Swetas Leben, bevor sie Grischa kennenlernte.

Mehr über den hysteroiden Persönlichkeitstyp

Zum Zeitpunkt des Kennenlernens war Sweta „zur Ruhe gekommen“ und hatte ihre Prioritäten von Quantität auf Qualität umgestellt. Nachdem die „Grundbedürfnisse“ gedeckt waren (Wohnung und Auto), begann Sweta Ressourcen wie Stabilität, Rückhalt und Verlässlichkeit zu schätzen. Neben Grischa darf sie geliebt sein und darf verschieden sein. Er ist weich, er kann sie nicht bremsen. Das sind die in Beziehungen freien Frauen und die stillen, treuen Ehemänner. Sie erobert ihn, verschafft ihm Abenteuer, hilft ihm, Dinge zu regeln, und lässt ihm keine Zeit zu zweifeln. Ihn reißt das mit, es ist schön, es ist Leben, und er liebt sie sehr. Er neigt dazu, treu zu bleiben, er liebt nur einmal, und das ist eine Liebe fürs ganze Leben. Sie ist frei, und er wartet zu Hause auf sie.

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