In diesem Artikel erzähle ich Ihnen von meiner Suche nach mir selbst und von einer Begegnung, die mir vieles klar gemacht hat.
Das war in den 2000er-Jahren.
Meine seelischen Qualen, die Suche nach dem Sinn des Lebens und eine lange Phase des Stillstands führten mich durch eine Fügung des Schicksals zu einer höchst interessanten Bekanntschaft.
Und zwar wurde ich über eine gute Bekannte zu einem Treffen mit einem Schamanen eingeladen – nein, nicht zu der Sorte, die mit der Trommel und klagendem Gesang ums Feuer tanzt.
Ein ganz gewöhnlicher junger Mann, in einem kleinen Büro im Stadtzentrum, mit einer Assistentin im „Vorzimmer“.
Als ich zu dem Treffen kam, machte ich mir keine Illusionen, dass jemand die Unmenge meiner Fragen beantworten und mich aus meiner persönlichen Sackgasse führen könnte. Mich interessierte es einfach – ganz normale menschliche Neugier, mehr nicht.
Auf die Frage, an welchem Tag, in welchem Monat und Jahr ich geboren sei, antwortete ich ohne Umschweife und dachte mir: „Na bitte, dasselbe Lied – gleich erzählt er mir von meinem Sternzeichen, über das ich auch ohne ihn bestens Bescheid weiß.“
Und ja: Er breitete eine Planetenkarte mit den Tierkreiszeichen darin vor mir aus und begann, ganz einfache Wahrheiten zu erklären.
Meine Frage war dabei ganz banal: „Wer sind eigentlich Männer und Frauen?“
Alles, was er sagte und was hier unten steht, war für mich keine Entdeckung Amerikas – aber es ging mir nahe und ist bis heute bei mir geblieben.
Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus – das weiß jeder, es gibt sogar ein Buch mit diesem Titel, allerdings erst aus der Zeit nach all diesen Ereignissen.
Der Mann ist die Senkrechte, die Frau die Waagrechte, und zusammen bilden sie ein Kreuz – ziemlich sinnbildlich, oder?
Seiner Meinung nach – für mich ist das strittig – sind Männer die geistigeren Wesen, die Frau dagegen ist bodenständiger: Hüterin des Herdes, Hüterin des Mannes und der Kinder. Sie ist die Kraft, die hinter ihm steht und ihm den Rücken freihält.
Damit ich die Leserinnen und Leser nicht in Trübsal und Traurigkeit stürze, sage ich Folgendes:
Es wurde viel darüber gesprochen, wie es in einer Familie sein soll, wer am Kopf des Tisches sitzt und so weiter. Neues habe ich für mich nicht erfahren; interessant waren die Empfindungen, denn neben den Worten war die tatsächliche Ausstrahlung dieses Menschen zu spüren, sein Glaube an das, was er sagte. Er hat es mit mir geteilt und meinem Urteil überlassen. Ob man diese Haltung annimmt oder nicht, muss jede und jeder von uns selbst entscheiden.
Und zum Schluss: Das Leben ist eine chaotische Sache, und oft brauchen wir es schlicht, dass ein Außenstehender uns das erzählt, was wir ohnehin wissen. Dann wird das Wissen gleichsam auf null gestellt und gibt uns mit neuer Kraft und Energie das Verständnis, wie wir handeln sollen.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit!







