Was der autistische Typ stärken sollte
Das ist keine Liste von Mängeln – die Stärken hat dieser Typ bereits. Hier steht, was ihm meist fehlt und was sich durch Übung aufbauen lässt.
Kurz: Vertrauen zu sich und zu anderen · die Körperwahrnehmung als Halt · loslassen und entspannen · Grenzen benennen und schützen · Nein sagen · die Überverantwortung ablegen · sich ausdrücken, sichtbar sein
Vertrauen zu sich und zu anderen. Die erste Aufgabe: Vertrauen ist die Grundlage jedes Umgangs mit der Welt, und beginnen muss man beim Vertrauen zu sich selbst. Ohne dieses Fundament halten die übrigen Schritte nicht.
Die Körperwahrnehmung als Halt. Lernen, sich auf die Empfindungen des Körpers zu stützen: Gerade sie helfen, die eigenen Bedürfnisse zu verstehen und zu spüren, wo die Grenze verläuft. Dieses innere Verstehen wird zum Fundament des weiteren Wachstums.
Loslassen und entspannen. Sich erlauben, so zu sein, wie man ist – ohne Angst vor Verurteilung und Unverständnis. Sind Anspannung und Ängste losgelassen, entsteht Platz für neues Erleben und für Aufrichtigkeit.
Grenzen benennen und schützen. Sich das eigene Terrain bewusst machen und drei Dinge nacheinander können: die Grenze markieren, sie in Worte fassen, sie schützen. Dazu gehört auch, die eigenen Interessen in konkreten Situationen zu vertreten – nicht im Allgemeinen.
Nein sagen. Die direkte Absage ist eine Fähigkeit, die einen Menschen in der Welt der sozialen Konventionen sicherer und geschützter macht. Ohne sie bleibt die Grenze eine bloße Ankündigung.
Die Überverantwortung ablegen. Der autistische Typ übernimmt oft die Verantwortung für alles, was um ihn herum geschieht, und das zehrt ihn aus. Der Verzicht auf überflüssige Verpflichtungen schafft Platz für die eigenen Aufgaben und für die wirklichen Bedürfnisse.
Sich ausdrücken, sichtbar sein. Die eigene Anwesenheit in der Welt markieren, ohne sich der Sichtbarkeit zu schämen: die eigenen Emotionen wahrnehmen und Gefühle und Gedanken offen mitteilen. Das wirkt in beide Richtungen – es vertieft die Bindungen zu anderen Menschen und bringt die eigene Entwicklung voran.








