Der Stimmungsmacher

Der frustrierende (hyperthyme) Persönlichkeitstyp


Aktiver Extravertierter im Kontakt mit der Erkenntnis

Da die frustrierenden Menschen die „Stimmungsmacher“ sind, die ständig etwas unternehmen, kann es von außen so aussehen, als bestünde ihre Hauptangst darin, dass alles zu Ende geht: „Gleich kommt das Ergebnis, und dann ist Schluss!“ Sie wollen den Prozess verlängern: Es muss Action geben, man darf nicht stehen bleiben. Doch diese Vermutung ist zu oberflächlich.

Den Frustrierenden macht es keine Angst, dass alles zu Ende geht, denn das bedeutet den Anfang von etwas anderem. Die Hauptangst der Frustrierenden ist, dass „es“ ewig sein wird, unveränderlich und für immer. Die Ewigkeit ist ihnen unheimlich und macht sie trübsinnig:

„Jetzt werde ich jeden Morgen neben diesem Menschen aufwachen, und das für immer – dabei muss doch dringend etwas verwandelt, etwas getan werden!“

Mit anderen Worten: Es ist die Angst vor der Unausweichlichkeit – dass es so sein wird und man nichts daran wird ändern können. Es ist die Angst vor der Hilflosigkeit.

Und all das zusammen zeigt sich in Situationen, die die Frustrierenden um jeden Preis vermeiden:

  1. Eintönigkeit, Wiederholung, Stillstand, Anhalten, Stille.
  2. Kontrolliertwerden, Untergeordnetsein, fremde Regeln.
  3. Hindernisse auf dem Weg des eigenen Flows, der Energie, der „Action“.
  4. Kleinlichkeit, übermäßige Konkretisierung.
  5. Vorwürfe, ihr Können reiche nicht aus (in der Arbeit).
  6. Förmlichkeit, Strenge und Ernst des Handelns.
  7. Verantwortung, das Annehmen der Ergebnisse des eigenen Handelns und der eigenen Entscheidungen (besonders der negativen).
  8. Fakten, Beweise, unwiderlegbare logische Argumente, die gegen sie und ihr Verhalten vorgebracht werden.
  9. Einen zweiten solchen Wirbel neben sich ertragen sie schwer, sie treten mit ihm in Konkurrenz und in Konflikt.
Der frustrierende Persönlichkeitstyp Ꙭ wovor haben sie Angst?