Manische Menschen fürchten zwei Dinge: sich zu irren und von Gefühlen und nahen Menschen abhängig zu werden. Einerseits haben sie das innere Bedürfnis, für ihre Nächsten zu sorgen. Gleichzeitig fürchten sie diese nahen Menschen – sie haben große Angst, in eine Abhängigkeit zu geraten. Dabei geraten sie recht leicht hinein. Deshalb versuchen sie zunächst, auf Abstand zu ihren Nächsten zu gehen und sie im Rahmen des Systems zu halten.
Menschen des manischen Typs ziehen es vor, ihre Kinder nicht zu lieben, sondern zu erziehen, und halten das fürs Leben für richtiger und nützlicher. In Wahrheit lieben sie ihre Kinder sehr wohl, doch diese Liebe zu zeigen fällt ihnen schwer – besonders dann, wenn sie nicht ins System passt. Deshalb sind in Familien manischer Menschen körperliche Berührungen (streicheln, umarmen) oft nicht üblich: Sie selbst weichen ihnen aus und versuchen, sie stillzustellen.
Die Nachbarn im „verletzten Recht“, die kompulsiven Menschen, bewegen sich ebenfalls im Rahmen des Systems. Auch sie halten all diese Regungen zurück; sobald das System sie jedoch billigt, entspannen sie sich und beginnen, Emotionen und Gefühle zu zeigen. Kompulsive Menschen sind also für manche Veränderungen ein wenig offener.
Der wichtigste Abwehrmechanismus des manischen Persönlichkeitstyps ist die Verleugnung. Eines der Hauptargumente eines manischen Menschen lautet:
„Das gibt es nicht, weil es das nicht geben kann.“ „Das ist nicht so, weil es so nicht ist.“
Wie „erwischt“ man Menschen des manischen Persönlichkeitstyps? Natürlich auch an ihren sprachlichen „Manövern“. Jeder Typ hat die Manipulationen in der Sprache, die ihm eigen sind. Bei den Richtern, also den Manischen, sind es diese Sätze:
- „Ein solches Verhalten verdient Strafe.“
- „Nicht ich bestrafe Sie, das System bestraft Sie.“
- „Nicht ich finde, dass Sie unrecht haben – es passt einfach nicht zu unserer Generallinie oder unserer zentralen Idee.“
- „Nicht Stalin hat dich eingesperrt, also ist er auch nicht derjenige, der dich hinauslässt.“
- „Hier bin ich das Gesetz.“ „Ich verkörpere das Gesetz“ – also striktes Befolgen und Einhalten des Buchstabens des Gesetzes. Weniger Anwälte als vielmehr Juristen, Ankläger, Staatsanwälte.
Auch am Erscheinungsbild sind sie zu erkennen: Es ist klar, streng, hart. Manchmal hat man beim Anblick dieser Menschen das Gefühl, sie wären gepfählt. Die obere Körperhälfte ist fixiert, der Oberkörper festgestellt, sie tragen sich die ganze Zeit ein wenig. Das gilt für Männer wie für Frauen.








