Cholerikerin und Melancholiker
Das ist die ideale traditionelle Ehe – nur umgedreht, mit vertauschten Rollen. Sie: eine durchsetzungsstarke Frau im Stil „Businessfrau“ – introvertiert, aktiv, energisch, stellenweise sogar aggressiv. Er: ein Mann, der auf Harmonie und häusliche Geborgenheit ausgerichtet ist, sich um den Nachwuchs kümmert und extravertiert ist. Sie weiß alles über sich und darüber, wie es sein soll; er ist emotional, braucht die Aufmerksamkeit der Welt um ihn herum und erkennt sich selbst über die Beziehung.
Dieses Paar hat es in der Welt und mit sich selbst sehr leicht. Sie ergänzen einander als Introvertierte und Extravertierter, sie stützen einander wie „Yin“ und „Yang“ – und bei ihnen ist es „wie bei allen normalen Menschen“.
Die größte Schwierigkeit dieses Paares besteht darin, dass die Gesellschaft anders denkt. Zum Beispiel, dass der Mann die Welt erobern und die Frau zu Hause sitzen soll. Für heutige Frauen ist das kein Problem – für Männer ist die Rolle des häuslichen „Kindermädchens“ gesellschaftlich dagegen wenig ansehnlich. Erkennt das Paar, dass genau diese Kombination die ideale für die beiden ist, dann herrschen Fest und Harmonie.

Wer ist sie, die CHOLERIKERIN?
- Die Introvertierte
- Aktive, durchsetzungsstarke Lebensposition
- Weiß alles über sich und erkundet die Welt
Wer ist er, der MELANCHOLIKER?
- Der Extravertierte
- Passive, stabilisierende Lebensposition
- Braucht Rückmeldung, um sich selbst zu verstehen
P.S.: Möchten Sie Ihr Temperament erfahren?
☛ Machen Sie den Test gleich hier und erfahren Sie Ihre Einstellung, Ihre Lebensposition, Ihr Temperament, Ihren Ego-Typ und Ihren Persönlichkeitstyp
☑ Erfahren Sie, zu welchen Partnern Sie passen, und bekommen Sie die psychologische Erklärung dazu – warum
♫ Lesen Sie Kennenlerngeschichten ♡ mit Kommentaren und Beispielen aus Filmen
Welche Perspektiven?
Eheglück: gut!
Der Melancholiker braucht als Extravertierter Informationen von außen. In der Regel ist das ein Mann, der viel nach Emotionen und Gefühlen fragt. Der Grund dafür ist ganz banal: Extravertierte wissen nicht, ob sie den Partner lieben, wenn der Partner ihnen keine Rückmeldung gibt.
Die Cholerikerin dagegen weiß alles über sich. Die Bitte „lass uns zum 25. Mal über unsere Gefühle reden“ löst bei ihr nur Verwunderung aus: „Wir haben schon einmal geredet, alles ist klar, hör auf zu jammern.“ Sie weiß, wie es richtig ist, was nötig ist und wann es nötig ist. So etwas wie die Rolle der Lehrerin. Und das ist die ideale Kombination für eine introvertierte Frau.
Die Hauptaufgabe für eine harmonische Beziehung im Paar aus Melancholiker und Cholerikerin ist zu verstehen: Introvertierte und Extravertierte sind Wesen vom Mars und von der Venus, die die Welt sehr unterschiedlich wahrnehmen. Leider ist genau diese Aufgabe ein Grundproblem der Zivilisationsgeschichte, das wir bisher nicht sehr erfolgreich gelöst haben. Aber mit unserer Hilfe ist es möglich :)
Sexuelle Kompatibilität: gut
Eine dominante Frau und ein Mann, der Aufmerksamkeit für sich verlangt. Was könnte besser sein für die Reiterstellung oder für ein Spiel mit der Domina?
Hier stimmt alles – wenn auch in einer Rollenverteilung, die in der Gesellschaft nicht die verbreitetste ist. Natürlich muss auch der Mann die Frau manchmal „nehmen“. Aber da im Paar aus Melancholiker und Cholerikerin im Großen und Ganzen Einigkeit herrscht, bleibt freie Zeit (die in anderen Paaren für die Frage „wer ist hier der Chef“ draufgeht) – und damit auch Raum für allerlei Experimente. Gute Reise!
Wachstum und Wohlstand: gut!
Von innen ist das Paar sehr stabil: Die Cholerikerin erobert aus der aktiven Lebensposition heraus die Gesellschaft, erschließt neue Territorien und expandiert – und bringt dabei Ressourcen nach Hause, um dafür Fürsorge zu bekommen
Der Mann kümmert sich um den Haushalt, und er tut es deshalb, weil der Melancholiker ein Mensch in der passiven Lebensposition ist. Ihm geht es auch zu zweit gut, aber natürlich braucht er Bekannte und Freunde, bei denen er seine Emotionen loswerden kann.
Weil die Frau Ressourcen erschließt und der Mann im Alltag Rückhalt gibt, wachsen die Ressourcen der Familie. Das Modell ist nicht ganz gewöhnlich und statistisch nicht besonders häufig, aber für eine Cholerikerin und einen Melancholiker vollkommen ideal
Für Kinder: geht so
Auch wenn Papa immer zu Hause ist und sich gern um die Kinder kümmert, kocht und wäscht – Kinder brauchen trotzdem eine Mama. Die Cholerikerin ist in dieser Zeit bei der Arbeit, in der Gesellschaft, bei ihren Erfolgen, und verdient die Ressourcen. Natürlich wirkt sich dieser Mangel an mütterlicher Nähe auf die Kinder aus, aber Papa fängt es doch auf.
Das sind nicht Sie? Wählen Sie ein anderes Temperament!
Beziehungen im Überblick nach Persönlichkeitstypen
Cholerikerinnen gibt es in 3 Persönlichkeitstypen:
- In der antisozialen Sphäre – der psychopathische Persönlichkeitstyp
- In der sozialen Sphäre – der manische Typ, und
- In der außersozialen Sphäre – der schizoide Persönlichkeitstyp
Melancholiker gibt es ebenfalls in drei Typen:
- In der antisozialen Sphäre – der epileptoide Persönlichkeitstyp
- In der sozialen Sphäre – der depressive Typ, und
- In der außersozialen Sphäre – der Frustrations-Persönlichkeitstyp
Drei Szenarien für dieses Paar
Je nach Kombination dieser drei Persönlichkeitstypen ist die Beziehung von Melancholiker und Cholerikerin entweder absolut ideal oder durchaus gelungen (wir nennen sie im Scherz die Ehe „zweiter Klasse“) – oder sie ruht auf einer tiefen Neurose. In jedem Fall aber sind diese Paare harmonisch, beide Partner ergänzen einander. Das wirkt sich sowohl im Privatleben als auch im gesellschaftlichen Leben positiv aus. Auf einer Skala von 5 (ideal) bis 1 (völlig ungenügend) können sie aufbauen:
Die ideale Beziehung
können eine psychopathische Frau und ein epileptoider Mann aufbauen, eine manische Frau und ein depressiver Mann, eine schizoide Frau und ein Mann des Frustrations-Typs
Die Ehe zweiter Klasse
Diese Beziehung ist ebenfalls ideal, nur leicht erschwert durch das unterschiedliche Verständnis davon, wie die Gesellschaft funktioniert. Aufbauen können sie eine psychopathische Frau und ein Mann des Frustrations-Typs, eine manische Frau und ein epileptoider Mann, eine schizoide Frau und ein depressiver Mann
Die unrealistische Beziehung
Wenn solche Menschen einander doch begegnen, dann nur, um das kennenzulernen, was sie beim anderen nicht finden. Vollkommen unrealistische Beziehungen, die uns nicht einmal in Filmen begegnet sind, betreffen die theoretische Kombination aus psychopathischer Frau und depressivem Mann, manischer Frau und Mann des Frustrations-Typs, schizoider Frau und epileptoidem Mann
Unten stehen echte Beziehungsgeschichten von Menschen mit solchen Persönlichkeitstypen. Wir haben sie mit Beispielen aus Filmen versehen und sie natürlich in den Kommentaren unserer Fachleute analysiert.
Die ideale Beziehung
Die ideale, traditionelle Bilderbuchfamilie – nur andersherum: eine Ehefrau, die Workaholic ist, und ein Mann, der zu Hause für sich sorgt, das Essen kocht und die Kinder erzieht. Trotz des gebrochenen Klischees stimmt hier alles: die gegenseitige Ergänzung von männlichem und weiblichem Prinzip ebenso wie der Austausch zwischen dem Selbstverständnis der introvertierten Frau und dem Bedürfnis des extravertierten Mannes nach Resonanz aus der Welt um ihn herum.
Außerdem hat das Paar ein gemeinsames Verständnis davon, wie man mit der Gesellschaft umgeht:
- Ein epileptoider Mann und eine psychopathische Frau sind beide vor allem auf die Befriedigung ihrer eigenen, persönlichen Bedürfnisse ausgerichtet. Materialismus ist beiden verständlich
- Sowohl dem depressiven Mann als auch der manischen Frau sind gesellschaftliche Normen und Moral wichtig
- Ein Mann des Frustrations-Typs und eine paranoide Frau stehen beide über der Gesellschaft, fern von deren Vorschriften
Die Harmonie solcher Beziehungen wird in vielen Filmen besungen. Lesen Sie echte Geschichten – mit Beispielen und mit Kommentaren unserer Fachleute:
Die Ehe zweiter Klasse
Solche Kombinationen nennen wir nur im Scherz „zweiter Klasse“, weil es weiter oben noch ein idealeres Paar gibt. Aber auch hier ist alles bestens! Es ist dieselbe traditionelle Ehe mit vertauschten Rollen: Die Frau ist gesellschaftlich aktiv, der Mann sorgt für Harmonie und Geborgenheit.
Erschwert wird die Beziehung nur durch die unterschiedliche Sicht auf die eigene Rolle in der Gesellschaft.
- Für den epileptoiden Mann zählt vor allem die Befriedigung ihrer Bedürfnisse. Er kann über die Stränge schlagen und seine Emotionen grenzenlos ausleben. Für die manische Frau, bei der die Interessen der Gesellschaft an erster Stelle stehen, ist ein solcher Zugang zumindest inakzeptabel.
- Für den depressiven Mann ist es wichtig, in den Augen der anderen gut dazustehen. Mehr noch: Er braucht die anderen, was er etwa in der Fürsorge für andere und im Ehrenamt zeigt. Die schizoide Frau, die über der Gesellschaft steht, kann weder diese Abhängigkeit von der gesellschaftlichen Moral noch die emotionale Bindung nachvollziehen.
- Der Mann des Frustrations-Typs will vor allem die Unverändertheit und Ursprünglichkeit der Welt um ihn herum bewahren. Der psychopathischen Frau ist die Unversehrtheit der Umgebung gleichgültig – sie kann sie zerstören, um ihre Ziele zu erreichen.
Die unrealistische Beziehung
Der Vollständigkeit halber lohnt es sich, jene Paare zu erwähnen, in denen Mann und Frau füreinander der „Schatten“ sind. Der „Schatten“ – das sind Fähigkeiten und Eigenheiten des Nervensystems, die uns am schwersten fallen und die andere Menschen haben. Verständlich, dass die Begegnung mit Menschen, die für uns „einzigartige“ Eigenschaften besitzen, mystisch wirkt.
Aber ebenso stoßen sie einander ab: Denn was uns selbst nicht zugänglich ist, ruft Unverständnis, Ablehnung und Verachtung hervor. Deshalb sind Paare aus psychopathischer Frau und depressivem Mann, manischer Frau und Mann des Frustrations-Typs, schizoider Frau und epileptoidem Mann unrealistisch – auch wenn es sie in der Literatur gibt
Eine Paarbeziehung mit dem eigenen Schatten versuchen immer wieder paranoid-schizoide Typen mit hysteroid-epileptoiden. Sie sind füreinander der Schatten. Alle anderen empfinden für ihren Schatten keine erotische Anziehung – nur diese Typen. Eine Beziehung mit dem eigenen Schatten treibt sie selbst regelmäßig in die Schatten-Dynamik. Solche Romanzen halten nie lange.
Haben Sie Fragen?
Wählen Sie einen für Sie passenden Messenger und fragen Sie! Keine E-Mail-Adressen, anonym und vertraulich!






