Sanguinikerin und Choleriker
Eine sehr schwierige Beziehung, nahe an der Friendzone. Hier sind zwei Konkurrenten zusammengekommen, um gemeinsame Ziele zu erreichen.
Sowohl bei ihm als auch bei ihr dominiert das „männliche Prinzip“, der Animus. Beide kämpfen um ihren Platz an der Sonne, um gesellschaftliche Anerkennung, und beide streben nach Erfolg.
Diese Konkurrenz überträgt sich zwangsläufig auf das Privatleben. Abwaschen mag keiner von beiden. Für beide sind Kinder zweitrangig gegenüber der Karriere oder gesellschaftlichen Erfolgen. Und beide stellen gern die Regeln auf.
Einer von beiden muss also nachgeben und zeitweise zum häuslichen Wesen werden. Und da beide „Unternehmer“ sind, braucht es hier ein starkes Verhandlungsgeschick.
Die Beziehung zwischen einer Sanguinikerin und einem Choleriker wird nie ideal sein und verlangt viel Mühe und Arbeit. Im besten Fall ist es eine „Geht-so-Beziehung“ oder eine Verbindung nahe an „Sex unter Freunden“.

Wer ist sie, die SANGUINIKERIN?
- Die Extravertierte
- Aktive Lebensposition
- Braucht Rückmeldung, um sich selbst zu verstehen
Wer ist er, der CHOLERIKER?
- Der Introvertierte
- Aktive Lebensposition
- Weiß alles über sich und erkundet die Welt
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Welche Perspektiven?
Eheglück: schwierig
Sowohl er als auch sie sind sozial aktiv, dominant und beanspruchen den Vorrang für sich. Im Konflikt wollen Sanguinikerin wie Choleriker gewinnen. Im Privatleben mündet das in Konflikte „bis zur Vernichtung“ und verlangt beiden Eheleuten Verhandlungsgeschick ab. Gibt die eine Seite nach, verlangt sie dafür einen Ausgleich von der anderen.
Sexuelle Kompatibilität: gut
Genau genommen hält bei diesem Paar alles am Sex. Rollenspiele, nicht ausgelebte Aggression – all das glättet sich an der sexuellen Front. Die Beziehung beginnt als gegenseitiges Spiel, als Flirt, Eroberung und Kampf der Geschlechter. Das alles ist eine sehr gute Grundlage für ein intensives Sexualleben – aber mehr auch nicht.
Wachstum und Wohlstand: neutral
Der materielle Wohlstand eines Paares aus Choleriker und Sanguinikerin ist hoch, denn beide Partner stehen auf einer hohen sozialen Stufe. Sie können arbeiten und verdienen – und das verbindet sie.
Der materielle Vorteil wird allerdings dadurch wieder aufgehoben, wie viel Energie die Pflege der Beziehung kostet. Beide arbeiten, kommen müde nach Hause – und dann? Dort wartet auch Arbeit: zähe Verhandlungen darüber, wohin man in den Urlaub fährt, und so weiter, bei jedem beliebigen Anlass.
Am Ende „verbrennt“ das Paar innen genauso viel Energie, wie es außen verdient
Für Kinder: schlecht!
Sowohl die Sanguinikerin als auch der Choleriker sind auf gesellschaftlichen Erfolg ausgerichtet. In dieser Beziehung bleibt für Kinder schlicht kein Platz – nicht fürs Füttern, nicht fürs Spielen. Erzogen wird hart: „Das schaffst du allein!“, „Du bist doch schon groß!“, „Andere können das längst.“
Das Kind bekommt Eltern, die entweder gar nicht zu Hause sind oder es zu Hause nicht aushalten.
Das sind nicht Sie? Wählen Sie ein anderes Temperament!
Beziehungen im Überblick nach Persönlichkeitstypen
Sanguinikerinnen gibt es in 3 Persönlichkeitstypen:
- In der antisozialen Sphäre – der hysteroide Persönlichkeitstyp
- In der sozialen Sphäre – der narzisstische Typ, und
- In der außersozialen Sphäre – der frustrierende Persönlichkeitstyp
Choleriker gibt es ebenfalls in drei Typen:
- In der antisozialen Sphäre – der psychopathische Persönlichkeitstyp
- In der sozialen Sphäre – der manische Typ, und
- In der außersozialen Sphäre – der schizoide Persönlichkeitstyp
Drei Szenarien für dieses Paar
Je nach Kombination dieser drei Persönlichkeitstypen ist die Beziehung zwischen einer Sanguinikerin und einem Choleriker entweder möglich, oder sie hält nur auf einer tiefen Neurose. Ideal wird sie nie sein und verlangt viel Mühe und Arbeit. Auf einer Skala von 5 (ideal) bis 1 (völlig ungenügend) können sie aufbauen:
Die Geht-so-Beziehung
Sie gelingt einer hysteroiden Frau mit einem psychopathischen Mann, einer narzisstischen Frau mit einem manischen Mann, einer frustrierenden Frau mit einem schizoiden Mann
FRIENDZONE, ODER „DIE UTOPISCHE EHE“
Eine Beziehung, die „Sex unter Freunden“ ähnelt, bauen eine hysteroide Frau und ein manischer Mann, eine narzisstische Frau und ein schizoider Mann, eine frustrierende Frau und ein psychopathischer Mann
Beziehung im Stil „Das ist die Hölle!“
Ganz ungewöhnlich wird es, wenn eine hysteroide Frau und ein schizoider Mann, eine narzisstische Frau und ein psychopathischer Mann, eine frustrierende Frau und ein manischer Mann zusammenkommen. Eine Beziehung haben sie nicht, es ist eher ein zeitweiliges Bündnis absoluter Gegensätze. Hier sind Mann und Frau füreinander der „Schatten“: Sie finden einander zugleich spannend und unerträglich anstrengend. Wegen dieser Unerträglichkeit ist uns eine solche Beziehung im Leben nie begegnet – nur im Kino.
Unten stehen echte Beziehungsgeschichten von Menschen mit solchen Persönlichkeitstypen. Wir haben sie mit Beispielen aus Filmen versehen und sie natürlich in den Kommentaren unserer Fachleute analysiert.
Die Geht-so-Beziehung
Zwei Kämpfernaturen leben zusammen, doch ihre ganze Aufmerksamkeit ist nach außen gerichtet. Ihm sind gesellschaftliche Erfolge wichtig, ihr die Aufmerksamkeit der Gesellschaft.
Gut ist, dass sie ein gemeinsames Verständnis davon haben, wie man Ziele erreicht und was man besser lässt.
- Eine hysteroide Frau und ein psychopathischer Mann leben in egoistischen Bestrebungen. An erster Stelle stehen für sie sie selbst, ihre Bedürfnisse und Wünsche.
- Eine narzisstische Frau und einen manischen Mann verbindet das Verständnis, wie wichtig die Gesellschaft ist. Ihm ist das Gesetz wichtig, ihr die Moral.
- Eine frustrierende Frau und ein schizoider Mann stehen beide über der Gesellschaft. Genau das verbindet sie
FRIENDZONE, ODER „DIE UTOPISCHE EHE“
Solche Verbindungen kommen praktisch nicht vor, und wenn sie doch entstehen, entwickeln sie sich schwer. Eine Beziehung ist möglich, wenn beide psychisch ausgeglichen sind und jeder von ihnen abwechselnd seine Rolle wechselt
Die utopische Verbindung – eine Verbindung, in der sich die Beziehung trotz formaler Kompatibilität der Typen sehr schwierig und problematisch entwickelt. Hier bleibt man besser Freunde.
Viel Zündstoff für Konflikte entsteht durch die unterschiedliche gesellschaftliche Ausrichtung:
- Für eine hysteroide Frau stehen ihre eigenen Interessen an erster Stelle. Für einen manischen Mann zählt die gesellschaftliche Idee.
- Eine narzisstische Frau schätzt die Moral, ein schizoider Mann steht über Gesellschaft und Ethik
- Eine frustrierende Frau ist eine Revolutionärin, ihr sind Veränderungen wichtig. Ein psychopathischer Mann schätzt tief im Inneren Struktur und Ordnung – Zerstörung ist da fehl am Platz
Beziehung im Stil „Das ist die Hölle!“
Eine Beziehung, in der zwei „Schatten“ zusammenkommen, ist das Streben nach dem, was ich selbst nicht habe. Genau die Eigenschaften, die mir am wenigsten zugänglich sind, ziehen mich am stärksten an. So ist es, wenn vorübergehend eine hysteroide Frau und ein schizoider Mann, eine narzisstische Frau und ein psychopathischer Mann, eine frustrierende Frau und ein manischer Mann zusammenfinden.
Eine Paarbeziehung mit dem eigenen Schatten versuchen immer wieder paranoid-schizoide Typen mit hysteroid-epileptoiden. Sie sind füreinander der Schatten. Alle anderen empfinden für ihren Schatten keine erotische Anziehung – nur diese Typen. Eine Beziehung mit dem eigenen Schatten treibt sie selbst regelmäßig in die Schatten-Dynamik. Solche Romanzen halten nie lange.
Im wirklichen Leben ist kaum vorstellbar, dass solche Menschen länger als eine Woche zusammenleben. Im Kino aber kommt es vor. Zum Beispiel im Film „Jerry Maguire“
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