„Phlegmatiker und Sanguinikerin“
Bingo! Die ideale Kombination von Temperamenten, in der alles zusammenpasst. Da jedes Temperament in drei Persönlichkeitstypen vorkommt, kann auch hier eine ideale Beziehung herauskommen – oder eine etwas kompliziertere, oder eine ganz und gar unmögliche.
Bei der Frau überwiegt das „männliche Prinzip“, der „Animus“. Ihr ist soziale Aufmerksamkeit wichtig, ihm dagegen nicht. Ihm genügt es, allein oder zu zweit zu sein. Und genau das ist die ideale Kombination für ein harmonisches Privatleben, in dem man wächst: Er steht ihr nicht im Weg, und sie bekommt dazu noch das „traute Heim“.
Entsprechend gibt es im Privatleben keinerlei Konkurrenz. Sie hat wenig Lust, sich mit den Kindern abzugeben, er liebt es. Sie ist mit der Arbeit beschäftigt, er kocht immer zu Hause. Sie kämpft um gesellschaftliche Anerkennung, er gibt ihr diese Anerkennung freiwillig. Ihr ist wichtig, den Wettbewerb zu gewinnen, ihm sind Harmonie und Einvernehmen wichtig.
Die einzige kreative Aufgabe für dieses Paar ist es, den gesellschaftlichen Druck zu überwinden. In unserer Gesellschaft herrscht bis heute die Meinung, gerade die Frau sei das häusliche Wesen. Statistisch stimmt das: Unter den passiven Persönlichkeitstypen, denen Harmonie wichtig ist, überwiegen Frauen. Hier ist es genau umgekehrt: Bei der Frau ist das „männliche Prinzip“ ausgeprägt, beim Mann das weibliche. Und da ist es für das Paar wichtig anzuerkennen, dass es nicht die Mehrheit der Gesellschaft ist. Dann stellt sich Harmonie ein.

Wer ist sie, die SANGUINIKERIN?
- Die Extravertierte
- Aktive Lebensposition
- Braucht Rückmeldung, um sich selbst zu verstehen
Wer ist er, der PHLEGMATIKER?
- Der Introvertierte
- Passive Lebensposition
- Weiß alles über sich und erkundet die Welt
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Welche Perspektiven?
Eheglück: ausgezeichnet!
Die Kompatibilität einer aktiven Extravertierten und eines passiven Introvertierten ist in allem harmonisch. Sie ist sozial aktiv und „beschafft“ dem Paar die gesellschaftliche Anerkennung. Für ihn zählt nicht der Sieg, sondern das Dabeisein – und das bringt das Paar in Balance: Wenn es sie „hinausträgt“, „erdet“ er sie. Wenn sie glänzt, bewundert er.
Dieselbe Harmonie zeigt sich auch in inneren Konflikten. Ihn kostet es nichts nachzugeben, denn die Hauptsache ist die Harmonie. Ihr wiederum ist wichtig, immer die Erste, die Richtige, die Kluge zu sein. Es gibt nicht einmal etwas zu streiten!
Sexuelle Kompatibilität: gut
Für erfüllten Sex braucht es ein gewisses Maß an gesunder Aggression. Aggression entsteht aus Konflikt. Und Konflikte gibt es im Paar aus Phlegmatiker und Sanguinikerin um ein Vielfaches weniger als in anderen Kombinationen. Wenn Sie also Härte suchen, dann gibt es sie hier höchstens im Rollenspiel.
Für Nähe, gemeinsamen Genuss und tantrischen Sex ist dagegen alles vorbereitet. Das männliche Prinzip in ihr und das weibliche in ihm ergänzen einander und fügen sich hervorragend zu einer nahen Beziehung
Wachstum und Wohlstand: ausgezeichnet!
Da das Paar seine Energie im Inneren nicht auffrisst (für Streit, Verhandlungen, Beziehungsklärungen), wird sie nach außen frei. In solchen Paaren verdient ein Partner ausgezeichnet, der andere hält zu Hause den Rücken frei, gibt Rückhalt und schafft Behaglichkeit.
Das Schwierigste für ein Paar aus Phlegmatiker und Sanguinikerin ist, sich von den „Schablonen der Gesellschaft“ zu lösen – davon, dass ein Mann Kraft sei und eine Frau schwach. Hier ist alles umgekehrt, und zwar vor allem aufgrund des angeborenen Temperaments. Wenn das Paar seine von der Gesellschaft abweichende Lage erkannt hat, wächst auch das Potenzial für persönliche Entwicklung und Wohlstand grenzenlos.
Für Kinder: gut!
Ein ausgezeichnetes Modell: Der Vater bleibt in Karenz und kümmert sich um das Kleine, während die Frau rasch zurückkehrt, um Karriere zu machen. Natürlich ist das für Kinder bis drei, vier Jahre nicht die idealste Variante, denn die Rolle der Mutter kann der Vater im frühen Alter nicht ersetzen. Wichtig ist hier aber zu verstehen: Das angeborene Temperament der Mutter ist nicht auf häusliche Behaglichkeit, Harmonie und Wärme gerichtet, sondern auf Erobern, Kämpfen und soziale Erfolge.
Und ebenso ist das angeborene Temperament des Vaters keineswegs auf den brutalen Kerl gerichtet, sondern genau auf das, was Kindern guttut. Deshalb ist für einen Phlegmatiker und eine Sanguinikerin die Ehe mit „vertauschten Rollen“ die ideale Kombination.
Das sind nicht Sie? Wählen Sie ein anderes Temperament!
Beziehungen im Überblick nach Persönlichkeitstypen
Sanguinikerinnen gibt es in 3 Persönlichkeitstypen:
- In der antisozialen Sphäre – der hysteroide Persönlichkeitstyp
- In der sozialen Sphäre – der narzisstische Typ, und
- In der außersozialen Sphäre – der frustrierende Persönlichkeitstyp
Phlegmatiker gibt es ebenfalls in drei Typen:
- In der antisozialen Sphäre – der autistische Persönlichkeitstyp
- In der sozialen Sphäre – der kompulsive Typ, und
- In der außersozialen Sphäre – der paranoide Persönlichkeitstyp
Drei Szenarien für dieses Paar
Je nach Kombination dieser drei Persönlichkeitstypen wird die Beziehung von Phlegmatiker und Sanguinikerin entweder vollkommen ideal sein oder durchaus gelungen (wir nennen sie im Scherz die „Ehe zweiter Klasse“) – oder sie hält nur durch eine tiefe Neurose zusammen. In jedem Fall aber sind diese Paare harmonisch, beide Partner ergänzen einander. Das wirkt sich positiv aus, im Privatleben wie im sozialen Leben. Auf einer Skala von 5 (ideal) bis 1 (völlig ungenügend) können sie Folgendes aufbauen:
Die ideale Beziehung
können eine hysteroide Frau und ein autistischer Mann aufbauen, eine narzisstische Frau und ein kompulsiver Mann, eine frustrierende Frau und ein paranoider Mann
Die Ehe zweiter Klasse
Auch diese Beziehung ist ideal, nur leicht erschwert durch ein unterschiedliches Verständnis davon, wie die Gesellschaft funktioniert. Aufbauen können sie eine hysteroide Frau und ein kompulsiver Mann, eine narzisstische Frau und ein paranoider Mann, eine frustrierende Frau und ein autistischer Mann
Die unrealistische Beziehung
Wenn solche Menschen einander schon begegnen, dann nur, um das kennenzulernen, was der eine beim anderen nicht hat. Absolut unrealistische Beziehungen, die uns nur in Filmen begegnet sind, betreffen die Kombinationen aus hysteroider Frau und paranoidem Mann, aus narzisstischer Frau und autistischem Mann, aus frustrierender Frau und kompulsivem Mann
Unten stehen echte Beziehungsgeschichten von Menschen mit solchen Persönlichkeitstypen. Wir haben sie mit Beispielen aus Filmen versehen und sie natürlich in den Kommentaren unserer Fachleute analysiert.
Die ideale Beziehung
Hier sind eine Frau, die soziale Aufmerksamkeit sucht, und ein selbstgenügsamer Mann zusammengekommen, dem die zwei völlig genügen. Wunderbar ist hier alles: das Ineinandergreifen von männlichem und weiblichem Prinzip ebenso wie der Austausch zwischen dem Selbstverständnis des introvertierten Mannes und dem Bedürfnis der extravertierten Frau nach Resonanz aus der Welt ringsum.
Außerdem hat das Paar ein gemeinsames Verständnis davon, wie man mit der Gesellschaft umgeht:
- Eine hysteroide Frau und ein autistischer Mann sind gemeinsam darauf eingestellt, vor allem die eigenen, persönlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Materialismus ist beiden verständlich
- Sowohl der narzisstischen Frau als auch dem kompulsiven Mann sind gesellschaftliche Normen und Moral wichtig
- Eine frustrierende Frau und ein paranoider Mann stehen beide über der Gesellschaft, fern von deren Vorschriften
Die Harmonie solcher Beziehungen wird in vielen Filmen besungen. Lesen Sie echte Geschichten – mit Beispielen und mit Kommentaren unserer Fachleute:
Die Ehe zweiter Klasse
Solche Kombinationen nennen wir nur im Scherz „zweiter Klasse“, denn es gibt ja noch das idealere Paar von oben. Aber auch hier ist alles ausgezeichnet! Das ist die traditionelle Ehe mit „vertauschten Rollen“, in der also der Mann die Rolle einnimmt, die üblicherweise der Frau zugedacht ist. Die Frau wiederum ist gewissermaßen „ein Mann im Rock“.
Das Wichtigste für dieses Paar ist, diese sozialen Normen zu ignorieren und zu erkennen, dass genau solche Rollen für die beiden die energiesparendste Kombination sind.
Erschwert wird die Beziehung nur durch die unterschiedliche Sicht auf die eigene Rolle in der Gesellschaft.
- Der hysteroiden Frau ist Aufmerksamkeit um jeden Preis wichtig, selbst wenn dieser Preis ein negatives Image ist. Dem kompulsiven Mann ist das Einhalten von Gesetzen und Regeln wichtig. Er wird nicht jedes Verhalten der Frau hinnehmen
- Der narzisstischen Frau sind – anders als der hysteroiden – Ästhetik, Ethik und Moral wichtig. Ihr ist gesellschaftliche Anerkennung wichtig, aber sie soll schön sein. Der paranoide Mann dagegen ist auf der Hut und meidet die Gesellschaft. Daraus entsteht das Konfliktpotenzial
- Die frustrierende Frau kann, wie Karlsson vom Dach, alles auf den Kopf stellen. Der autistische Mann wird darunter stark leiden: Ihm sind die Wahrung des Status quo und die Unveränderlichkeit der Welt um ihn herum wichtig.
Die unrealistische Beziehung
Der Vollständigkeit halber lohnt es sich, jene Paare zu erwähnen, in denen Mann und Frau füreinander der „Schatten“ sind. Der „Schatten“ – das sind Fähigkeiten und Eigenheiten des Nervensystems, die uns am schwersten fallen und die andere Menschen haben. Verständlich, dass die Begegnung mit Menschen, die für uns „einzigartige“ Eigenschaften besitzen, mystisch wirkt.
Doch ebenso stoßen sie einander ab: Was uns unzugänglich ist, ruft Unverständnis, Ablehnung und Verachtung hervor. Deshalb sind Paare aus hysteroider Frau und paranoidem Mann, aus narzisstischer Frau und autistischem Mann, aus frustrierender Frau und kompulsivem Mann unrealistisch – auch wenn sie in der Literatur vorkommen.
Eine Paarbeziehung mit dem eigenen Schatten versuchen immer wieder paranoid-schizoide Typen mit hysteroid-epileptoiden. Sie sind füreinander der Schatten. Alle anderen empfinden für ihren Schatten keine erotische Anziehung – nur diese Typen. Eine Beziehung mit dem eigenen Schatten treibt sie selbst regelmäßig in die Schatten-Dynamik. Solche Romanzen halten nie lange.
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